Hitzewelle vorläufig vorbei
Sengende Sonne sagt „Servus!“

Nach wochenlangem Schwitzen ist ein Ende der Hitzeperiode in Sicht: Laut Vorhersage des Deutsche Wetterdienstes (DWD) sinken die Temperaturen in der kommenden Woche auf unter 30 Grad. Zudem ziehen schwarze Unwetterwolken herauf.

HB FRANKFURT/MAIN. Nach wochenlangem Schwitzen ist ein Ende der Hitzeperiode in Sicht: Laut Vorhersage des Deutsche Wetterdienstes (DWD) sinken die Temperaturen in der kommenden Woche auf unter 30 Grad. Auch die Nächte sollen bei Werten deutlich unter 20 Grad wieder erfrischend werden. Allerdings ziehen am Wochenende noch mehrere Unwetterfronten durchs Land.

In der Nacht zum Freitag richteten schwere Gewitter wieder erhebliche Schäden an. Im niedersächsischen Ganderkesee wurde ein 19-Jähiger vom Blitz erschlagen, der während eines Gewitters die Fenster seines Autos schließen wollte. Im pfälzischen Offenbach an der Queich verletzte ein Blitzschlag eine Feuerwehrfrau schwer, sechs weitere Einsatzkräfte wurden leicht verletzt. Im Süden von Hannover fielen in kurzer Zeit rund 30 Liter Regen pro Quadratmeter. Bei insgesamt 125 Einsätzen musste die Feuerwehr bis in die Nacht Keller und Tiefgaragen auspumpen sowie umgestürzte Bäume beseitigen.

In Hessen und Schleswig-Holstein sorgten die Unwetter für Einschränkungen im Bahnverkehr. Im hessischen Hanau schlug am Freitagmorgen der Blitz in ein Stellwerk ein, was laut Bahn zu Verspätungen bis 30 Minuten im Nahverkehr führte. Der Fernverkehr von Fulda nach Frankfurt am Main musste über Aschaffenburg umgeleitet werden. Am Donnerstagabend war die Bahnstrecke im Bereich Langenselbold-Gelnhausen-Wächtersbach wegen Verwehungen und Einschlägen entlang der Strecke zwei Stunden lang gesperrt.

In Schleswig-Holstein wurde am Donnerstagabend die Strecke zwischen Pinneberg und Hamburg-Altona gesperrt, nachdem ein Baum auf den Steuerwagen einer Regionalbahn gestürzt war. Dabei wurden 200 Meter Oberleitung beschädigt, was sich auf den gesamten Zugverkehr auswirkte. Erst am Freitagmorgen war die Strecke wieder voll befahrbar. Laut Bahn summierte sich die Verspätung auf mehr als 4.000 Minuten bei 45 Zügen.

Die Hitzwelle bedrohte unterdessen das ökologische Gleichgewicht der Gewässer. In Baden-Württemberg näherten sich nach Angaben von Umweltministerin Tanja Gönner entlang des Rheins die Temperaturen der kritischen 28-Grad-Marke. „Je höher die Wassertemperatur, desto geringer ist die Sauerstoffaufnahmefähigkeit des Wassers“, sagte die CDU-Politikerin. Für das Atomkraftwerk Philippsburg erteilte das Ministerium eine Ausnahmegenehmigung zum Weiterbetrieb.

Der Wetterdienst sagte für den morgigen Samstag weitere schwere Gewitter besonders im Osten und im Süden voraus. Sonst wechseln laut Vorhersage Sonne und Wolken einander ab, im Osten wird es nochmal bis 30 Grad warm, im Rest Deutschlands wird es mit 24 bis 29 Grad nicht mehr so heiß. Am Sonntag regnet es anfangs noch im Osten, sonst ist der Himmel wechselnd bewölkt und überwiegend trocken. Gegen Abend kommen aber im Nordwesten neue Schauer- und Gewitterwolken auf. Mit Höchsttemperaturen zwischen 26 und 31 Grad wird es noch einmal hochsommerlich warm.

In der kommenden Woche wird das Wetter dann durchwachsen: Für Montag sind wieder Regenschauer und Gewitter bei Höchsttemperaturen zwischen 25 und 31 Grad vorhergesagt. Am Dienstag wird es ähnlich bei etwas niedrigeren Temperaturen. Von Mittwoch bis Freitag erwarten die Meteorologen wiederholt Schauer und Gewitter, teilweise kann es auch länger anhaltend regnen. Die Tageshöchstwerte erreichen maximal 26 Grad.

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