Hochgeschwindigkeitszug Eurostar profitiert
Lage in Heathrow normalisiert sich

Der Terroralarm in Großbritannien hat am Donnerstag fast den ganzen Tag über den weltweiten Luftverkehr massiv behindert. Erst gegen Abend normalisierte sich die Lage am größten europäischen Flughafens London-Heathrow wieder. Der Airport war fast den ganzen Tag gesperrt, was für alle Ankünfte zu Ausfällen und Verspätungen führte. Zehntausende Menschen in ganz Europa mussten teils stundenlang warten. An den deutschen Flughäfen verstärkte die Bundespolizei die Kontrollen. Einige Fluggesellschaften nahmen sich an den Maßnahmen in London ein Beispiel und schränkten die Mitnahme von Handgepäck auf internationalen Flügen ein.

HB LONDON/FRANKFURT/BERLIN. Am frühen Abend durften auf dem Großflughafen im Südwesten der britischen Hauptstadt Maschinen, die auf Kurz- und Mittelstrecken unterwegs sind, wieder starten und landen. Auch die Lufthansa fliegt Heathrow wieder an. Wie ein Lufthansa-Sprecher am Donnerstag mitteilte, waren am Abend noch insgesamt neun Flüge von deutschen Flughäfen nach Heathrow geplant. Sechs der Maschinen würden auch am Abend noch wieder zurückkehren. „Das ist ein erster Schritt in Richtung Normalisierung. Wir hoffen, dass wir am Freitagmorgen wieder den regulären Flugbetrieb aufnehmen können“, sagte der Sprecher.

Bei Langstreckenflügen in die USA und zu anderen außereuropäischen Zielen mussten die Passagiere jedoch weiterhin mit erheblichen Wartezeiten rechnen. Auf dem Flughafen sitzen mehrere tausend Menschen fest.

In Folge des Terror-Alarms musste allein British Airways am Donnerstag mehr als 360 Verbindungen ausfallen lassen. Der Billigflieger Easyjet musste nach eigenen Angaben rund 300 Flüge streichen.

Die Lufthansa sagte nach der Vereitelung von Anschlägen auf Verkehrsmaschinen bis zum Nachmittag 36 Flüge von und nach Heathrow ab. Davon waren 5000 Passagiere betroffen. Drei Lufthansa-Maschinen mussten nach dem Start wieder nach Frankfurt, Hamburg und Düsseldorf zurückkehren. Auch andere internationale Linien wie Air France, KLM, Iberia, SAS und American Airlines strichen zahlreiche Flüge. Auf Mallorca waren bis zum Mittag etwa 30 Urlauberflüge durch Verspätungen oder Ausfälle betroffen. Der irische Billigflieger Ryanair strich fast 100 Flüge und damit rund jede achte Verbindung.

Auch in Deutschland wurden die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Die Luftsicherheitsmaßnahmen seien der Gefährdungslage angepasst und bereits seit längerem in Deutschland auf hohem Niveau, hieß es aus dem Bundesinnenministerium, ohne dass Einzelheiten genannt wurden. Die Behörden stünden in engem Kontakt mit den britischen Stellen. Die Sicherheitsmaßnahmen seien bereits seit längerem auf hohem Niveau.

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