Hotelbranche
Bed & Breakfast fürs schmale Budget auch auf Geschäftsreisen

Immer mehr Geschäftsreisende wählen aus Kostengründen so genannte Budget-Hotels. Das Gros in diesem Segment stellt in Deutschland die Privathotellerie, die uneinheitliche Standards bietet. Hotelriese Accor will in großem Stil Privathotels mit Markenversprechen und -qualität ausstatten.

MÜNCHEN. Der Zwang zum Sparen treibt immer mehr Geschäftsreisende in die so genannten Budget-Hotels. Zwar tummeln sich inzwischen zahlreiche große Bettenanbieter mit ihren Billig-Marken in diesem Segment, doch das Gros stellt in Deutschland immer noch mit weitem Abstand die Privathotellerie. Für den Business Traveller ist das häufig ein Problem: Er kann bei der Buchung nicht abschätzen, welche Standards ihm das gastliche Haus bietet. Der französische Hotelkonzern Accor, in Deutschland größter Hotelier, will für Abhilfe sorgen: Mit seiner neuen Marke All Seasons Hotels sollen moderne kleinere privat geführte Hotels im Zwei-Sterne-Bereich unters Kettendach gelockt werden. Sie sollen zwar individuelle Häuser bleiben, aber dem Gast bestimmte Markenversprechen zusichern.

Michael Mücke, Deutschland-Chef der billigeren Accor-Marken Ibis, Etap, Formel 1 beobachtet es seit längerem. Wenn in seinen Häusern kein Zimmer mehr frei ist, so das Ergebnis von Umfragen, buchen Accor-Stammgäste nicht unbedingt bei den Low-Cost-Wettbewerbern Motel One, B&B oder Express by Holiday Inn. Zuallererst gehen sie zu jener Konkurrenz, bei der kein Markenname über die Hoteleingang leuchtet.

Im Vergleich mit anderen Ländern in Europa oder den USA, wo 25 bzw. 70 Prozent der Märkte von der Markenhotellerie dominiert werden, listet der Hotelverband Deutschland (IHA) rund 32 000 privat geführte Häuser für das Jahr 2007 auf – das sind fast 90 Prozent aller Herbergen, das Geschäft machen aber die Konzerne mit dem Rest.

Die Privaten sind zudem ebenso heterogen wie zahlreich. In der Accor-Umfragen bekundeten die Gäste, die kein Zimmer mehr bekamen, als wichtigste Kriterien bei der Hotelsuche außerhalb der vertrauten Marke erstens an Lage, zweitens an der Reputation und erst auf Platz drei am Preis.

Mit einer Großoffensive auf die Individualhotellerie will Accor nun wenigstens einen kleinen Teil der Konkurrenz domestizieren, sprich: in die Accor-Familie einbinden. Mit einer Marke ohne die sonst übliche Einheitheitlichkeitim Auftritt, aber mit den verlässlichen Standards wie etwa flächendeckender Präsenz, Buchbarkeit über die Accor-Webseiten und -Hotlines sowie klar kommunizierten Preisen.

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