Hotelklassifikation
In der Schweiz tobt ein neuer Krieg der Sterne

Der Schweizer Hotelverband Gastrosuisse hat am Mittwoch mitgeteilt, wie er künftig die Hotels des Landes mit Sternen bewerten will. Dieser Schritt gleicht einer Kriegserklärung.

ZÜRICH. Für die einfache Ausstattung gibt es einen Stern, für eine praktische Einrichtung noch einen und wenn sich das ganze Ensemble zu einem „wohnlichen Charakter“ formt, verteilt der Verband die Höchstnote: drei rote Sterne.

Das an sich vernünftige Unterfangen hat einen Haken: Es gibt in der Schweiz mit Hotelleriesuisse bereits einen Verband, der Sterne vergibt. Sie sind golden, bis zu fünf auf einmal können verteilt werden, und neuerdings gibt es sogar Zwischennoten, die durch ein kleines Plus hinter den Sternen kenntlich gemacht sind. Weil Hotelleriesuisse unmissverständlich an der Aussage festhält, die Erfinderin der allein selig machenden Sterne zu sein, und weil Gastrosuisse dennoch sein System einführt, herrscht jetzt eben Krieg. „Krieg der Sterne“, wie die Eidgenossen sagen.

Wie bei jedem handfesten Krach gibt es eine Vorgeschichte. Der Tourismus in der Schweiz läuft nicht mehr rund. Von den rund 260 000 Betten im Land bleibt jedes zweite leer. Nur Städte wie Zürich, Basel oder Genf sehen Zuwächse bei den Übernachtungszahlen, auf dem Land geht es nach wie vor eher bergab. Unterm Strich haben die Schweizer Hoteliers im vergangenen Jahr mit knapp 33 Mill. Übernachtungen nur wenig mehr Gäste gezählt als bei der letzten Befragung 2003.

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