Imagewechsel für Monaco
Der Fürst verordnet das Sowohl als Auch

PS-starke Männerträume zu Wasser und zu Lande, Smoking-bewehrte James-Bond-Casinos, VIP-Gewimmel, Champagner und Kaviar satt haben das Image des Fürstentums über Jahrzehnte geprägt. Doch Monaco will nicht nur eine Jet-Set-Hochburg sein: Der glitzernde Kleinstaat sucht ein neues Image als bezahlbare Tagungs-Destination

MONTE CARLO. Nachhaltig verdorben wurde das Image bei all jenen, die ihr Geld nicht in Form von Platin-Schmuck oder aufgerollten Bündeln mit sich herumtragen. Billigurlauber, aber auch aufs Budget schauende Tagungsplaner pflegen einen großen Bogen zu machen um das Zwei-Quadratkilometer-Dorf an der Côte- d'Azur.

Doch mit dem Einzug von Fürst Albert in den Grimaldi-Palast begann die Suche nach einem Imagewandel. Die Message: Monaco bietet nicht nur unerschwinglichen Luxus und Extravaganz, sondern bezahlbare Einmaligkeit für den Tagungs- und Kongressreisenden. "Luxus und Glamour sind nur ein Teil der Wirklichkeit", betont der eigens engagierte Kommunikationsminister François Chantrait mit Blick auf die 4 600 Unternehmen im Bereich Pharma, Kosmetik, Handel sowie 540 Geldinstitute mit einem Jahresumsatz von 60 Milliarden Euro. Die neue offizielle Lesart: "Wir sind eine Wirtschaftsdestination und gleichsam Arbeitsplatz für die gesamte Côte-d'Azur, nicht nur Jet Set."

Mit der Mischung aus Exklusivität und Professionalität will sich das Fürstentum künftig als Kongressdestination neben Top-Playern wie Wien und Barcelona positionieren. In dieser Liga fällt es dann auch leicht, eines der hartnäckigsten Vorurteile anzugehen: "Wir sind preiswerter als Mailand, Barcelona und Zürich und als Paris und London sowieso", bekräftigt Jan Schöningh, General Manager im neuen The Fairmont Monte Carlo. Sein Kollege Dominique Bachofen vom Nobel-Hôtel de Paris ergänzt: "Wir haben das Image, teuer zu sein", weiß er, "und das kann man natürlich haben." Entscheidend sei jedoch: "Wir haben das Sowohl als Auch."

Wer stilecht ein Glas Champagner schlürfen will oder einen Martini, der kann dies tun in der Bar des Hôtel de Paris - laut Bachofen das "Wohnzimmer" Monte Carlos: "In dieser Bar trifft sich ganz Monaco." Oder auch am Tresen des Le Pitchoun. In dieser kleinen Bar, gleich neben der Nobelherberge Hermitage und der örtlichen Prada-Dependence, fließt der Champagner schon für sechs Euro das Glas, der Martini für lediglich vier Euro.

Wer seine Anreise ins Fürstentum spektakulär gestalten will, besteigt ab dem Flughafen Nizza den Hubschrauber ins nur 22 Kilometer entfernte Monaco. Mit etwa 160 Euro hin und zurück ist der Heli für Alleinreisende sogar preiswerter und weit schneller als ein Taxi. Nach nur sieben Minuten Flugzeit wird direkt neben dem Zelt am L'Espace Fontvieille gelandet. Das ist der Austragungsort des weltberühmten Zirkusfestivals und nicht alltägliche Tagungslocation in einem.

Das Monaco Convention Bureau sorgt dafür, dass auch die Kosten für die Unterbringung in Hotellerie und Kongresszentren wie dem mit Stolz beworbenen Grimaldi Forum im Rahmen bleiben: Vor allem für größere Gruppen schnüren die Kongressprofis in enger Zusammenarbeit mit den Leistungsträgern attraktive "Monaco Meetings"-Packages inklusive entsprechender Hotelrabatte und geldwerter Vorteile wie etwa die Abholung am Flughafen und anschließende Transfers zu den Hotels.

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