Internetzugang
W-Lan: in vielen Hotels noch Fehlanzeige

Bislang war surfen im Internet in deutschen Hotels oft teurer als die monatliche Flatrate zu Hause. Doch immer mehr Hotelketten stellen um auf einen kostenlosen W-Lan-Zugang, weil sie sonst Gäste verlieren. Die Zeiten der Abzocke nähern sich ihrem Ende.

HB DÜSSELDORF. Auf Kunden wie den Kölner IT-Berater Marc Rhein wird das Adlon in Berlin wohl vorerst verzichten müssen. Denn das Nobelhotel am Brandenburger Tor lässt sich nicht nur seine Luxuszimmer entsprechend bezahlen. Auch für den W-Lan-Zugang verlangt das Adlon 12 Euro pro Stunde; für einen Tag werden 27 Euro fällig - so viel wie für die monatliche Flatrate mancher Anbieter. Für Geschäftsreisende ist das ein ärgerlicher Kostenfaktor. Mark Rhein ist da ganz konsequent: „Ich suche ein Hotel danach aus, ob ich meinen W-Lan-Zugang kostenlos bekomme.“

Während er mit diesem Anspruch in den USA fast in jedem Hotel einchecken könnte, war die Auswahl der Hotelketten mit kosten- und kabellosem High-Speed-Internet in Deutschland bislang eher übersichtlich. Vorreiter in Europa waren die Radisson-SAS-Hotels, die das Surfen für lau bereits im Herbst 2005 eingeführt haben. „Anfangs wurden wir in der Branche schon etwas schräg angeschaut und kamen uns komisch vor - warum einen Service gratis anbieten, für den andere viel Geld kassieren“, erinnert sich Kurt Ritter, Chef der Rezidor Hotel Group, zu der die Radisson-Häuser gehören.

Doch die Zeiten der Abzocke nähern sich ihrem Ende. Die Low-Budget-Ketten Ibis, Novotel, Suitehotels von Accor und die französische Economy-Hotelkette B&B-Hotel sind dem Rezidor-Beispiel inzwischen gefolgt. Und zumindest in öffentlichen Bereichen wie der Lobby und im Business Center gewähren auch Hotelketten wie Sheraton, Four Points, Intercontinental, Kempinski und teils auch Mövenpick ihren Gästen inzwischen W-Lan-Zugang kostenlos.

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