Jamaikas Golfplätze
Martini geschüttelt an Loch 15

Spielen, wo James Bond geboren wurde: Auf den legendären Golfplätzen Jamaikas treffen sich wahre Kenner und Sportler mit Leidenschaft. Zum Beispiel auf Cinnamon Hill, einem der schönsten Golfplätze der Reggae- und Rum-Insel. Die zweiten Neun beginnen mit „Witch Annie“, deren Geist noch bis heute unter dem Wasserfall des 15. Lochs duschen soll.

MONTEGO BAY. Der geniale Erfinder von James Bond, Ian Fleming, träumte so lange unter seinem trommelnden Regenschirm, bis er sich eine Villa auf Jamaika baute. Er gab ihr den Namen „Golden Eye“, weil seine Augen nur noch goldene Bilder sahen, die ihn zu seiner ersten James-Bond-Story beflügelten: „Casino Royale“. Szenen des ersten Bond-Films, „Dr. No“, wurden hier am Strand verfilmt. Einer der nächsten Bond-Verfilmungen – „Leben und sterben lassen“ – zeigt das Grün von Loch 15 des Cinnamon Hill Ocean Course bei Montego Bay – Fleming war leidenschaftlicher Golfspieler.

Cinnamon Hill ist einer der schönsten Golfplätze der Reggae- und Rum-Insel, vor allem die zweiten Neun sind Spitzenklasse. Sie beginnen mit „Witch Annie“, deren Geist noch bis heute unter dem Wasserfall des 15. Lochs duschen soll, das in all seiner Tropenherrlichkeit Filmgeschichte schrieb.

„Witch“ Annie Palmer, die Anfang des 19. Jahrhunderts Herrin auf Rose Hall war, einem der schönsten „Great Houses“ der West Indies – früher Mittelpunkt einer riesigen Zuckerrohrplantage, heute Museum –, kam zu gruseliger Berühmtheit, weil sie nacheinander ihre drei Ehemänner meuchelte. Der benachbarte White Witch Golf Course ist nach ihr benannt, einer der Superplätze dieser Welt. Der Texaner Robert van Hagge hat den rund sechs Kilometer langen Kurs hoch in die Berge gebaut – mit Fairways, die sich durch enge Täler, über tiefe Schluchten und gefährliche Wasserhindernisse hinziehen, zu Grüns, die von riesigen Bunkern bewacht werden.

Das Spiel auf diesem Platz scheint an manchen Tagen tatsächlich wie verhext zu sein. Manch frustrierter Golfspieler, dessen Ball es nicht über eine der Schluchten geschafft hat oder dessen Ball auf unerklärliche Weise im undurchdringlichen Rough verschwand, glaubt dann gerne an die Legende von der Hexe Annie. Aber „White Witch“ ist trotz aller Widrigkeiten vor allem eine sehr schöne Hexe.

Bei 16 Bahnen sieht man durch Palmen und blühende Sträucher die türkisblaue Karibische See schimmern, ein Anblick, der mit allem versöhnt – sogar mit dem Green Fee, das mit 199 US-Dollar zu Buche schlägt. Günstiger kommen Twilight-Spieler davon, mit nur 99 US Dollar, die dafür einen karibischen Sonnenuntergang geboten bekommen, der schöner auf keiner Postkarte verewigt sein könnte. Ähnlich in Größe und Exklusivität, dazu noch geschichtsträchtig präsentiert sich – ebenfalls auf dem Gelände von Rose Hall – das Half Moon Resort.

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