Jürgens Weinlese

„Mit Champagner macht man Dummheiten“

Der prestigeträchtigste Prickler der Welt ist für seine Anhänger mehr als irgendein Schaumwein, sondern das Original. Warum das Getränk so teuer ist und welches die besten Produzenten sind.
11 Kommentare
Weinliebhaber Jürgen Röder.

Weinliebhaber Jürgen Röder.

Diesen Hype und das Getue um Champagner kann ich nicht nachvollziehen. Ich trinke ohnehin selten Schaumweine.  Aber wenn ich einen getrunken habe, steht für mich meist immer fest: Der Unterschied zwischen einem guten deutschen Sekt, einem französischen Crémant (Schaumwein außerhalb der Champagne) und einem spanischen Cava ist gegenüber Champagner nicht sehr groß. Der größte Unterschied für mich: Champagner ist deutlich teurer.

Dieses liegt an der Größe der Region. Die Champagne im Nordosten Frankreich  ist nur 34.000 Hektar groß – so groß wie die deutschen Anbaugebiete Mosel und Rheinhessen zusammen. Beachtliche 15 000 Winzer gibt es in dieser Region und, wie beim Portwein, darf nur Champagner auf der Flasche stehen, wenn die Trauben nur aus dieser Region kommen und auch dort verarbeitet wurden. Trotz der kleinen Größe hat die Champagne einen Marktanteil von zehn Prozent. Jährlich werden insgesamt drei Milliarden Flaschen Schaumwein geköpft – mit steigender Tendenz.

Warum Champagner so teuer sein muss, hat mein geschätzter Journalistenkollege Clemens Hofmann in einer hörenswerten Radio-Reportage für WDR 5 aufgezeigt. Der Preis für ein Kilo Trauben ist in der Champagne festgelegt: Je nach Lage liegt dieser zwischen 5,50 und sieben bis sechs Euro. Zum Vergleich: Winzer im italienischen Chianti-Gebiet erhalten meist weniger als einen Euro für die gleiche Menge. Und in der spanischen Region Katalonien können Winzer froh sein, wenn sie für ein Kilo Trauben für die Cava-Herstellung 50 Cent bekommen.

„Das Kartell der Perlen – wie die Champagne die Preise macht“ lautet der Titel der Reportage. Das lustigste Zitat aus der Sendung: „Beim Bordeaux denkt man Dummheiten, beim Burgunder sagt man Dummheiten und beim Champagner macht man Dummheiten“.

Die vier Champagnerarten
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11 Kommentare zu "Jürgens Weinlese: „Mit Champagner macht man Dummheiten“"

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  • Es gibt keinen like Button... Den hätte ich gern geklickt :-)

  • das stimmt natuerlich so auch wieder nicht. denn zugelassen sind natuerlich alle pinotrebsorten (einschliesslich pinot gris, pinot blanc), sowie die weissen arbane und petit meslier, die es auch als reinsortige champagner gibt

  • ne sutor supra crepidam. bei oder nach der gesellschafterversammlung/redaktionskonferenz paar pullen brunello beim italiener aufreissen ist ok; ueber champagner schreiben, wenn man weder ahnung noch interesse hat, nicht.

  • Liebe Handelsblatt Online Redaktion,

    wohlwollend lese ich Herrn Stocks Worte weiter oben: "…denn wir bürgen mit unserem Namen für Niveau". Ich bitte Sie daher sehr höflich und doch eindringlich, diesen Artikel schnellstmöglich zu löschen, denn er hat nichts mit dem Qualitätsanspruch des Journalismus zu tun, den Sie vertreten. Darüber hinaus sind die wahrhaft fatalen Rechtschreibfehler und die völlig ungenügende Recherche nicht nur eine Zumutung für den Leser, sondern schlichtweg nicht hinnehmbar. Ich kann Sie nur bitten, Ihren Qualitätsanspruch in der Online Redaktion grundlegend zu überdenken und die Artikel zumindest einmal von einem fähigen Viertklässler Korrektur lesen zu lassen.

    Mit überaus freundlichen Grüßen und den besten Wünschen zur Besserung,

    F. Watzka

  • Schön, dass Leute über Champagner schreiben, die schon vor der Recherche von sich sagen, dass sie dem Produkt nichts abgewinne können: "Diesen Hype und das Getue um Champagner kann ich nicht nachvollziehen. Ich trinke ohnehin selten Schaumweine." Sehr hilfreich auch der Tipp: "Wer mehr auf „leichte Kost“ steht, und dennoch mehr über Champagner wissen möchte, dem sei der Krimi „Der Champagner-Fonds“ von Paul Grote empfohlen. Dieses Buch habe ich zwar noch nicht gelesen, aber meine Frau hat es mir empfohlen." Ein Beitrag den niemand braucht

  • Schwacher Artikel, ohne wirklichen Inhalt, viele Rechtschreibfehler!

  • LOL. Hab ich auch gedacht.

    Da wurden ein paar Nullen vergessen. Es sind 34.000 Ha.

  • pinot meur? gibt es nicht. pinot meunier heißt das

    "(wird fast immer aus der Rebsorte Chardonnay erzeugt)", wird IMMER aus Chardonnay hergestellt, da es die einzig weisse Rebsorte ist (blanc de blanc= weiß aus weiß)

    wer so wenig über champagner weiß, wird mit sicherheit auch nicht verstehen können wieso manche gerne den Aufpreis zahlen.

    ganz schwach

  • Widerspruch. Wer Interesse an hochwertigem Schaumwein hat, der kommt an der Champagne nicht vorbei. Punkt. Preis hin oder her. Und ich weiß wovon ich spreche. Ich habe schon Hunderte Schaumweine getrunken; auch in Blindverkostungen und auch die großen Weine aus der Champagne. Wer mal z.B. einen Krug, einen Roederer Cristal, einen Bollinger RD getrunken hat, der wird dies bestätigen. Solche Getränke haben ihren Preis- aber mir persönlich ist es das wert. Dt. Winzersekt, Cremant, Cava haben zum Teil auch Ihre Daseinsberechtigung, kommen aber mit einem guten Champagner nicht mit (obgleich es dort auch Ausreißer nach unten gibt und nicht jeder Champagner automatisch geil ist- so zB die Basiscuvee mancher großer Häuser).

  • Die Rebsorte Pinot Meur scheint ja wirklich selten zu sein oder so eine Arte Geheimprojekt.
    Schade, dass diese Weinkolumne nicht solide recherchiert ist. So etwas ist leider schon mehrmals vorgekommen.

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