Jürgens Weinlese
Plädoyer für Weine aus Übersee

Während seiner Reise durch Chile erlebte Handelsblatt-Online-Weinliebhaber Jürgen Röder viele Enttäuschungen. Dennoch ist der Andenstaat für ihn ein tolles Land mit vorzüglichen Weinen.
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DüsseldorfEs gibt viele Vorurteile gegenüber den Weinen aus Übersee. Das größte, das ich immer wieder höre: Alle Wein schmecken gleich und haben zuviel Sonne gesehen. Da frage ich mich natürlich: Wer hat denn alle diese Weine probiert? Und diese Vorurteil wird angesichts der Vielfalt an Rebsorten, die dort angebaut werden, nicht gerecht.

Man kann das Thema auch aus einem anderen Blickwinkel beleuchten: Wenn ich beispielsweise durch asiatische Länder reise, kaufe ich dort fast ausschließlich Weine aus Übersee, in erster Linie aus Chile. Dabei habe ich noch keine Enttäuschung erlebt, weil die chilenischen Weine stets eine solide Qualität bieten.

Ende  2009 sind meine Frau und ich mit Freunden durch Chile gereist. Eine Fahrt mit gemischten Erinnerungen. Eine tolles Land mit vielen schönen Naturerlebnissen, aber weintechnisch gesehen eher eine Enttäuschung. Sehr gerne hätte ich viele Weingüter besucht, doch die meisten Türen blieben verschlossen.

Die größeren Weingüter empfangen ohne vorherige Terminabsprache, organisiert durch Reiseagenturen vor Ort, keine Besucher. Eine Enttäuschung für uns und ein völliger Gegensatz zu meinen Erlebnissen bei europäischen Winzern. Dennoch ist es uns gelungen, neben dem Weingut, wo wir gewohnt haben, noch zwei Weingüter zu besuchen und deren Weine vor Ort zu probieren.

Kommentare zu "Plädoyer für Weine aus Übersee"

Alle Kommentare
  • sorry mal ne Frage

    Warum werden Weine nicht chemisch hergestellt?

    Der heutige Anbau der Reben sorgt doch nur für eine extreme Vergiftung der Umwelt und Droge ist Droge, auch selbst dann, wenn der Staat dran verdient, wie beim Alk.

  • Ich erinner Sie daran, wenn Sie Astronautennahrung zusammengewürfelt aus Proteinen, Fetten, Minderalstoffen und Vitaminen essen sollen. Denn so ein Salatkopf auf dem Feld belastet doch wirklich die Umwelt. Nebenbei belasten Sie auch die Umwelt...

  • Und von mir noch eine Empfehlung: Ich finde den Kaiken (gibts als Cab oder Carménère) phantastisch - und das für 8 Euro.

  • Sie werden chemisch hergestellt. Zumindest weinfremd bearbeitet. Aromen werden entnommen, hinzugefügt. Holzstücke beigefügt usw. Zumindest bei Rothschild in Frankreich!
    Die Deutschen machen das Gottlob noch nicht. Von den üblichen Spritzen mal abgesehen ...

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