Jürgens Weinlese: Spaß mit verdeckter Weinprobe

Jürgens Weinlese
Spaß mit verdeckter Weinprobe

Bei „Weine erraten“ in geselliger Runde können die lustigsten Sachen passieren. Handelsblatt-Online-Weinexperte Jürgen Röder hat dabei wie seine Mittrinker immer viel Spaß – und eine kleine Portion Schadenfreude.

DüsseldorfRegelmäßig veranstalte ich mit meinen Freunden eine verdeckte Weinprobe: Jeder bringt eine nicht erkennbare Flasche Rotwein mit. Geraten werden muss Anbauland, die jeweilige Rebsorte oder ob es eine Cuvee ist, Jahrgang und Alkoholgehalt.

Falls Sie auch daran Spaß haben sollten, wäre mein Ratschlag an Sie: Betrachten Sie es nicht als Wettbewerb, sondern als ein geselliges Beisammensein. Jeder sollte einen interessanten Wein vorstellen – und keinen, der einfach nur schwer zu erraten ist. Wir, meine Freunde und ich, haben da bereits Erfahrungen gesammelt. Bei einer derartigen Probe brachte eine Freundin beispielsweise einen Weine aus der Ukraine mit - da mussten alle passen.

Bei einer solchen Weinprobe können die lustigsten Sachen passieren. Ein Freund fuhr vor dem Treffen zu Mövenpick und ließ sich dort beim Weinkauf beraten. Sein Wunsch: Ein Wein, der ganz schwierig zu „erkosten“ sei. Er kam mit einem Salice Salentino von der Genossenschaft Feudi di San Marzano aus Apulien zur verdeckten Probe.

Sein Pech: Meine Frau und ich hatten einen Tag zuvor genau diesen Wein im Glas. Als wir unserem Freund plötzlich sämtliche Details vom Anbauland über Rebsorte, Jahrgang bis hin zum Alkoholgehalt präsentierten, ernteten wir in der sechsköpfigen Runde bewundernde Blicke.

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