Jürgens Weinlese: Wein-Renditen auf dem Prüfstand

Jürgens Weinlese
Wein-Renditen auf dem Prüfstand

Anfang 2014 hatte sich Handelsblatt Online Weine aus den französischen Regionen Bordeaux und Burgund als Geldanlage empfehlen lassen – mit den entsprechenden Maximalpreisen. Die Bilanz kann sich sehen lassen.
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Wer Renditen mit Wein erzielen will, der kommt an der französischen Region Bordeaux nicht vorbei. Es ist das größte zusammenhängende Anbaugebiet der Welt für Qualitätswein. Deren Weine waren in den vergangenen 18 Jahren stets ein Investment wert. So ist der Index für Bordeaux-Weine (BOR-I), den das Unternehmen Wine Stocks berechnet, seit Anfang 1996 um rund 800 Prozent gestiegen.

Das Interessante an dieser Zahl: Wine Stocks nimmt als Basis für diese Wertentwicklung die weltweit erzielten Auktionspreise. Die Preise entsprechen also den realen Preisen, die Käufer für einen bestimmten Wein eines Jahrgangs bezahlt haben. Dadurch haben sie eine ähnlich hohe Aussagekraft wie ein Börsenindex.

Ende Januar des vergangenen Jahres hatte Ron Freund, CEO von Wine Stocks, in einem Artikel von Handelsblatt Online Anlegern nahegelegt, in ausgewählte Weine aus dem Bordeaux und dem Burgund – aus Investorensicht die zweitwichtigste Weinregion weltweit – zu investieren. „Reifende Rendite“ lautete die damalige Schlagzeile.

„Die momentane Situation ist für die Weinwelt außergewöhnlich, noch nie gab es im Bordeaux über so lange Zeit einen Einbruch der Preise und auch noch nie eine so schnelle Erholung“, erläuterte Freund damals. „Und noch nie war der Wettbewerb durch das billige Geld an den Börsen so hoch.“

Kaufempfehlungen 2014 für Weine aus Bordeaux und Burgund

Dazu hatte der Diplom-Sommelier Anfang 2014 exklusiv für Handelsblatt Online eine Liste von 170 Weinen aus dem Bordeaux und 110 aus dem Burgund erstellt. Diese Weine waren aufgrund der bisherigen Entwicklung der Auktionspreise und -volumina weltweit ein Investment wert. Und da nach Erkenntnis von Ron Freund im Einkauf der Gewinn liegt, hat er bei seiner Zusammenstellung auch gleichzeitig den maximalen Einkaufspreis dazugestellt.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Bei den 170 Bordeaux-Weinen ergibt sich aktuell ein Plus von mehr als sechs Prozent. Dem Einkaufswert von 38.777 Euro steht ein aktueller Wert von 43.684 Euro gegenüber.

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