Jürgens Weinlese
Reifende Renditen

Welche Weine ein Investment wert sind

Sollten Anleger weiterhin Bordeaux-Weine kaufen? „Die momentane Situation ist für die Weinwelt außergewöhnlich, noch nie gab es im Bordeaux über so lange Zeit einen Einbruch der Preise und auch noch nie eine so schnelle Erholung“, erläutert Freund. „Und noch nie war der Wettbewerb durch das billige Geld an den Börsen so hoch.“

Allerdings gibt es laut Freund ein paar feststehende Regeln: Bordeaux wird auch in absehbarer Zeit die dominierende Region für Weininvestment bleiben. Burgund, Kalifornien, die Champagne, Australien, Toskana und Deutschland wetteifern um die Plätze dahinter.

Wichtig sei aber die Erkenntnis, dass im Einkauf der Gewinn liegt. Auf Basis seiner Auswertungen hat Ron Freund von Wine-Stocks exklusiv für Handelsblatt Online Kaufempfehlungen für Weine aus dem Bordeaux und Burgund zusammengestellt, bei denen sich ein Investment lohnen kann – inklusive des maximalen Einkaufspreises.

Weniger gut entwickelt haben sich für Weinanleger 2013 die Preise für Burgunderweine: Die Fälschungen auf dem Markt für Spitzenburgunder Romanée Conti, Ponsot und andere haben den Markt belastet und den entsprechenden Index (Bur-1) im vergangenen Jahr um weniger als zwei Prozent steigen lassen.

So hat der zuerst als Weinhändler bekannte, mittlerweile aber als Weinfälscher verurteilte Rudy Kurniawan nach Ansicht eines New Yorker Gerichtes gefälschten Wein im Wert von mehr als 1,3 Millionen Dollar verkauft. Das Strafmaß wird erst am 24. April verkündet. Laut verschiedener Medienberichte drohen dem Weinfälscher 20 Jahre Haft.

Immer wieder ergatterte der chinesischstämmige Indonesier angeblich Flaschen vom exklusiven Burgunder-Weingut Romanée-Conti. Entsprechend lautet sein Spitzname: Dr. Conti. Gefasst und letztendlich verurteilt wurde Kurniawan, weil ihm betrogene Weinkenner auf die Schliche kamen. So deklarierte der Weinfälscher unter anderem Weine ins Jahr 1945. Das betroffene Weingut produzierte unter dieser Appellation jedoch erst ab 1982.

Auch in Mailand hatte die Finanzpolizei Mitte Oktober eine Fälscherbande ausgehoben, die bereits 400 Flaschen des edlen Spitzenburgunders Romanée Conti verkauft und damit zwei Millionen Euro kassiert hatte. Den Fälschern war es gelungen, die Flaschen dem Original zum Verwechseln ähnlich zu gestalten – doch weder waren Kiste, Etikett, Korken noch die Flasche echt, und der Inhalt schon gar nicht. 

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