Weinführer
Die zehn besten Weine

Alljährlich kürt der einflussreiche Gault-Millau-Weinguide die besten Weine Deutschlands. Welche leckeren Tropfen ganz oben auf der Liste stehen und was das für die erfolgreichen Winzer bedeutet.
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Die Zahlen sind beindruckend: 13.496 Weine von 1250 Weingütern hat die 25-köpfige Jury des Gault Millau Weinguides Deutschland 2015 verkostet, davon 11.729 ausgewählt und bewertet. Und die Ergebnisse auf rund 1000 Seiten aufgeschrieben.

Doch es hätten noch mehr Seiten sein können. Denn der Guide, mittlerweile in seiner 22. Ausgabe, ist zuletzt Jahr für Jahr gewachsen. Doch diesmal wurde die Zahl der Weingüter auf 1000 beschränkt, die besten nach Meinung der Jury natürlich.

Dabei musste mit 2013 ein eher schwieriger Jahrgang bewertet werden. „Es war kein Honigschlecken, es gab viel Sonne, aber auch viel Schatten“, sagte Gault-Millau-Chefredakteur und Herausgeber Joel B. Payne. „Aber in der Breite was es eher schwierig“. Für ihn erfreulich war die Tendenz zu weniger Alkohol und einem Ausbau mit weniger Restsüße. (Mehr zum Thema Weine mit weniger Alkohol)

Und was haben Winzer von einer positiven Bewertung, oder gar von einem Sieg in einer Kategorie? „Heute ist Zahltag“, sagte Winzer Thomas Haag in seiner lockeren Art, als er nicht nur zum Winzer des Jahres, sondern auch seine Weine vom Schloss Lieser an der Mosel in den Kategorien Bester Riesling Auslese und Bester Riesling Spätlese gewannen. Doch solch hohe Erwartungen an eine Auszeichnung des Gault Millau konnten oder wollten die Winzer im Gespräch nach der Ehrung nicht bestätigen.

„Es kommen schon einige Kunden mit dem Weinführer in der Hand, und wollen unsere Wein probieren“, bestätigte Ute Haag, Ehefrau des Winzers. Für manche Winzer hat solch eine Ehrung wenig Einfluss. „Ich verkaufe meine Weine gar nicht in der Region“, antwortete Hanspeter Ziereisen aus Baden, der für die beste Kollektion des Jahres prämiert wurde. Die meisten seiner Weine exportiert er ins Ausland.

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