Kapitän hat während Sturmlandung Steuer übernommen
Lufthansa spricht von „normalem Rollenwechsel“

Während der Sturmlandung eines Airbus' auf dem Hamburger Flughafen am vergangenen Samstag hat der Kapitän bereits während des ersten Landeversuchs das Steuer von der Kopilotin übernommen. Das hat die Lufthansa am Mittwoch mitgeteilt.

HB FRANKFURT/MAIN. Wegen der starken Windböe sei eine neue Situation entstanden, und es habe daraufhin in Sekundenbruchteilen einen Rollenwechsel gegeben, sagte Lufthansa-Sprecher Michael Lamberty. Das sei normal und entspreche den Regeln, wonach der Kapitän zu jedem Zeitpunkt das Steuer übernehmen könne und gegebenenfalls auch müsse. Lamberty betonte, beide Piloten seien mit voller Konzentration geflogen. „Es zählt die Teamleistung.“

Der Lufthansa-Airbus war kurz vor dem Aufsetzen von einer starken Windböe erfasst worden und hatte mit einem Flügel den Boden berührt. Danach startete die Besatzung durch und landete in einem zweiten Versuch sicher.

Zu Einzelheiten äußerte sich der Sprecher nicht. Dazu müsse die Untersuchung der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) abgewartet werden. Die Auswertung der beiden Flugschreiber durch die BFU ergab, dass die Kopilotion zunächst bei sehr starkem Seitenwind das Steuer führte. Nachdem der linke Flügel den Boden berührte, habe der Pilot übernommen.

Bei dem spektakulären Landeanflug am Samstag war das Flugzeug von einer Böe erfasst worden. Auf einem auf der Plattform www.liveleak.com eingestellten  Video war zu sehen, wie der Airbus teilweise quer zur Landebahn schwebte und die Tragfläche auf dem Boden Wasser aufwirbelte. Das Durchstarten der Maschine konnte ein Unglück verhindern. Die 131 Passagiere waren nur knapp einer Katastrophe entgangen. Sie blieben unverletzt, viele waren jedoch geschockt. Erst im zweiten Anlauf war die Landung auf einer anderen Bahn gelungen.

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