Karibik
Tropensturm bringt Kubas Dürregebieten endlich Regen

Vor drei Jahren hatten im Nordosten Kubas 140000 Flamingos ihre angestammten Feuchtgebiete verlassen, weil sie wegen einer langen Dürre kein Futter mehr fanden. Nun sind die Tiere zurückgekehrt - wegen Tropensturm „Ernesto“.

HB HAVANNA. Wie kubanische Biologen am Dienstag weiter berichteten, brachte „Ernesto“ in der vergangenen Woche so viel Regen, dass die Feuchtgebiete bei der Stadt Camagüey rund 550 Kilometer östlich von Havanna wieder „aufgefüllt“ wurden.

Als Ende August der Tropensturm „Ernesto“ herannahte, hatten viele Kubaner Angst vor Zerstörung durch Wind und Wasser. In der zentralen Provinz Camagüey aber waren die Gefühle zumindest geteilt. Dort hatte es seit Jahren nicht, oder kaum geregnet. Viele Ernten waren vernichtet worden. Hunderte von Kühen waren in den vergangenen Jahren verendet. Der Regen wurde sehnlichst herbeigewünscht.

Auch die Feuchtgebiete im Naturreservat Rio Maximo waren längst ausgetrocknet. „Jetzt sind 140 000 Flamingos zurückgekehrt, um hier ihre Nester zu bauen und sich fortzupflanzen“, sagte der Direktor des Refugiums der Fauna vom Rio Maximo, José Morales, der Zeitung „Juventud Rebelde“. Die Forscher wollen nun 200 Tiere beringen, um ihre Wanderungen studieren zu können.

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