Keine Deutschen unter Opfern des Flugzeugunglücks in São Paulo
Staatsanwalt fordert Schließung des Flughafens Congonhas

Bei der Flugzeugkatastrophe in Brasilien sind nach derzeitigen Erkenntnissen des Auswärtigen Amtes keine Deutschen zu Schaden gekommen. Etwa 200 Menschen waren bei dem Unglück am Dienstagabend (Ortszeit) getötet worden.

HB BERLIN/RIO DE JANEIRO. Über Betroffene unter deutschstämmigen Auswanderern ohne Staatsbürgerschaft der Bundesrepublik gebe es jedoch keine Erkenntnisse, sagte eine Sprecherin am Donnerstag in Berlin. Die in São Paulo verunglückte Maschine war in Porto Alegre gestartet. In der Region leben viele Menschen deutscher Abstammung.

Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft die Schließung des Flughafens Congonhas gefordert, wo sich das Unglück ereignete. Alle Starts und Landungen sollten so lange untersagt bleiben, „bis einwandfreie Sicherheitsbedingungen bestätigt und die Zweifel ausgeräumt werden, die durch den Unfall verursacht wurden“, heißt es in dem am Mittwochabend in Brasilia veröffentlichten Antrag.

Ein Airbus A320 der brasilianischen Fluggesellschaft TAM mit 186 Menschen an Bord war mitten in der Millionenmetropole bei der Landung über die regennasse Landebahn des Flughafens Congonhas hinausgeschossen. Anschließend rutschte er über eine mehrspurige Hauptstraße und raste in eine Tankstelle und ein Geschäftsgebäude. Das Flugzeug und mehrere Häuser gingen in Flammen auf.

Nach Medienberichten haben die Behörden mit der schwierigen Identifizierung der Leichen begonnen. Die meisten Toten sind bis zur Unkenntlichkeit verbrannt oder verstümmelt. Rettungsmannschaften bargen bis in die Nacht zum Donnerstag 179 Leichen. Drei Menschen seien außerdem in Krankenhäusern ihren Verletzungen erlegen, teilte die Feuerwehr mit.

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