Keine Verletzten
Tätersuche nach Anschlag auf ICE

Am Sonntagabend ist ein mit 230 Reisenden besetzter ICE bei einem Anschlag auf eine Bahnstrecke in Nordrhein-Westfalen stark beschädigt worden. Bei Oberhausen fuhr der Zug mit etwa 130 Stundenkilometern über eine auf den Schienen befestigte Metallplatte und riss diese mit.

HB OBERHAUSEN. Die Fahrgäste blieben unverletzt, der Zug wurde aber derart beschädigt, dass er nicht weiterfahren konnte. Von den Tätern gab es zunächst keine Spur.

Die Reisenden verließen den ICE der Polizei zufolge auf freier Strecke, um in einen Ersatzzug auf dem Gegengleis umzusteigen. Ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte, dieser habe etwa zwei Stunden nach dem Vorfall bereitgestanden. Insgesamt habe der Vorfall Verspätungen bei rund 20 Zügen verursacht. Die Essener Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen auf. Zunächst gab es noch keine Hinweise auf die Täter, wie ein Polizeisprecher sagte. Gesucht würden Zeugen, die zwischen 20.30 und 21.00 Uhr in der Nähe des Tatortes an dem Bahnübergang in Oberhausen-Sterkrade Verdächtiges beobachtet hätten. Die Spurensuche wurde fortgesetzt, das Metallteil und der ICE sollten kriminaltechnisch untersucht werden.

Im schlimmsten Fall hätte der Zug durch die Metallplatte auch zum Entgleisen gebracht werden können, wie der Sprecher sagte. Nach dem Ermittlungsstand wird von einem gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr und einem versuchten Tötungsdelikt ausgegangen. Der entstandene Sachschaden an dem Zug lag nach ersten Schätzungen der Ermittler bei etwa 10 000 Euro.

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