Kieler Woche
Regatten, Musik und Windjammer auf der Förde

Die 3,5 Millionen Besucher der Kieler Woche erwartet eine Mischung aus Segelsport, Sommerfest, Politik, Kultur und Wissenschaft. Am Samstag, am Eröffnungstag, gibt Bundeskanzlerin Angela Merkel das Ruder mit einem Schiffshorn das Signal: „Leinen los!“ zum größten Segel- und Sommerfest Nordeuropas.

DÜSSELDORF. Im Mittelpunkt der neuntägigen Veranstaltung stehen die Regatten, zu denen über 5000 Segler auf 2000 Booten an den Start gehen. Die Internationalen Klassen segeln in der ersten Hälfte der Kieler Woche, die Olympischen in der zweiten. Die rund 200 Hochsee-Yachten fahren ihr eigenes Programm.

Rund um die Förde gleiten noch andere Fotomotive übers Wasser. Zum Beispiel die Marinekutter, die in der Innenförde mehrere Regatten austragen, oder die 100 Groß- und Traditionssegler, die während der Festwoche zu Besuch kommen. Am Sonnabend, 24. Juni, führt die Gorch Fock die große Windjammerparade an. Zum internationalen Marine-Flottentreffen machen über 20 Fregatten, Korvetten, Schnell- und Minensuchboote aus mehr als zehn Nationen im Tirpitzhafen fest. Am 17. und 18. Juni laden die Besatzungen zum „Open Ship“ an Bord ein.

An Land bilden Kleinkunst und Straßentheater den Schwerpunkt. In der Innenstadt treten Schauspieler, Jongleure und Gaukler auf. Hinzu kommt das Kleinkunstforum im Open Park am Sonnabend, 24. Juni.

Vom Kieler Shanty-Chor bis zur internationalen Rockgruppe – Musik spielt auf insgesamt 18 Bühnen. Zu den 300 Bands und Interpreten zählen „New Model Army“, „Barclay James Harvest“, „Purple Schulz“, „Hot Chocolate“ und „Alphaville“. Tim Fischer tritt mit seinem Programm „Regen“ am 24. Juni auf der Freilichtbühne Krusenkoppel auf. Klassikfans freuen sich auf das Open-Air-Konzert mit dem Sopranistinnen-Trio „Appassionante“ und dem Philharmonischen Orchester Kiel am 21. Juni auf der Bühne. Und am ersten Sonntag spielt das Kieler Opernhaus erstmals „Elektra“ von Richard Strauss.

Die „Spiellinie“ gehört wieder ganz den Kindern. Die dürfen auf dem Gelände der Krusenkoppel hämmern, malen und toben, wie sie wollen. Im Zeichen von „Neptuns Reich“ entstehen hier in neun Tagen Riesenkraken, Meeresungeheuer und Seesterne.

Obendrein zeichnen das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW), die Stadt Kiel und die Industrie- und Handelskammer Schleswig-Holstein drei Persönlichkeiten aus, die einen Beitrag zur Stärkung der Rolle Europas in der Weltwirtschaft geleistet haben. Vergeben wird der Preis am 18. Juni an einen Politiker, einen Wissenschaftler und an einen Manager.

Einblicke in die Unterwasserwelt gewährt das Leibniz-Institut für Meereswissenschaften am 23. Juni. Beim „Open Ship“ öffnen die Forschungsschiffe ihre Luken. Dazu läuft die Zeltausstellung „Der Ozean der Zukunft.“ Zum Finale der Kieler Woche leuchtet am 25. Juni ein Feuerwerk am Himmel. Den festlichen Abschied werden wieder Hunderte von Schiffshörnern lautstark begleiten.

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