Kommunikation in und aus dem Hotel: Bequemlichkeit ist Trumpf
Andocken und loslegen

Es gab einmal eine Zeit, da war ein Hotel mit Telefon in jedem Zimmer eine Sensation. Lange her. 2005 gehören Wireless Lan, High Speed- und Breitband-Internet zu den Standards zeitgemäßer Businesshotels. Die Kommunikationstechnik wird immer komplexer – und überfordert den Manager auf Reisen. Die großen Hotelkonzerne beginnen das zu verstehen und entscheiden sich für einfach zu bedienende Systeme.

HB DÜSSELDORF. „Generell bauen wir auf eine einfache Handhabung und vermeiden Einrichtungen, die zu hochtechnisch und kompliziert zu bedienen sind“, sagt etwa eine Sprecherin der Maritim-Hotels. Und auch Ritz-Carlton weiß von seinen Gästen: „Technik muss vorhanden sein, selbstverständlich das Neueste“, sagt die Sprecherin. „Doch sie darf aber nicht zu dominant und verspielt sein. Eine einfache Bedienung ist das A und O.“ Der Gast will einfach nur andoggen und dann loslegen.

Statt erst stundenlang in Manuals blättern zu müssen, will der Business Traveller seine Technik einfach nur benutzen. Deshalb freut er sich über die kleinen sinnvollen Dinge wie deutlich gekennzeichnete Internet- und Fax-Zugänge auf dem Schreibtisch, Handy-Erreichbarkeit im gesamten Hotel und Safes mit einer Lade-Dose für den Laptop.

Andere noble Herbergen leben dagegen ihr Faible für Futurismus aus. Zum Beispiel das Emirates Palace in Abu Dhabi. Im selbst ernannten „spektakulärsten Hotel der Welt“ dient ein interaktives System in Form eines überdimensional großen Plasma-Screens dem Entertainment des Gastes. Hier können nicht nur zwei Filme gleichzeitig geschaut (und jederzeit gestoppt und wiederholt) werden, im Internet gesurft, Spiele gespielt oder bis zu 8 000 Bücher (vor-) gelesen werden. Auch normales TV und Radio sind möglich. Für all jene Gäste jedenfalls, , die keine Scheu vor der Benutzung der Schultafel-großen Touchscreen-Konsole haben.

Noch einen Schritt weiter geht das Rosewood Hotel Las Ventanas al Paraiso in Baja California in Mexiko. Hier müssen Gäste selbst am Pool nicht mehr auf Fernsehen verzichten, auch nicht auf DVDs, Internet, E-Mails oder gar digitale Plantsch-Fotos für die Kollegen am Schreibtisch: Das so genannte „LocationFree TV“ macht's möglich. Im Prinzip ist es eine Verbindung von High-Speed-Internet mit den normalen Funktionen von Fernseher und PC. „Damit müssen unsere Gäste selbst beim Entspannen in der Sonne nicht mehr befürchten, etwas Wesentliches zu verpassen“, sagt General Manager Luis Fernandes voller Stolz. Doch üblicherweise ist die Nutzung der Segnungen des Internets eher pragmatisch.

Bei Hilton etwa kann der Gast 24 Stunden vorher seinen Check-In via Internet erledigen. Per Passwort erhält er Zugang zu seinem persönlichen Account, über den er sich via Web Zimmer anschauen und aussuchen kann. Formalitäten bei der Ankunft im Hotel entfallen – Schlüsselübergabe, fertig. Überdies testet Hilton derzeit Terminals für den automatisierten Check-In/ -Out in Pilot-Häusern in New York, Boston, Chicago und San Franzisko: Der Reisende steckt lediglich seine Kreditkarte in den Automaten und bekommt auf Basis seiner „guest history“" prompt ein auf ihn zugeschnittenes Zimmer angeboten. Das kann er per Knopfdruck bestätigen, oder sich den Raum zunächst erst auf dem Bildschirm anschauen. Ein weiterer Knopfdruck, und der Schlüssel wird ausgegeben.

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