Lanzarote
Schrott. Schlacke. Schönheit.

„Die räum’ ich immer ab“, lacht Bettina Bork, eine Schülerin Manriques, die in den 80er-Jahren „hier hängen geblieben ist“ und jetzt in ihrer Galerie und Lehrstätte „Arte de Obra“ das Erbe des Meisters pflegt.

Manriques Werk „Lanzarote. Architectura inedida“ ist dabei der Leitfaden der deutschen Baumeisterin, die auf der Insel Altbauten saniert, Neubauten plant und sie auch beim nicht immer leichten Gang durch die Genehmigungen begleitet.

Zum Beispiel für den Regisseur Sönke Wortmann, der sich ein Grundstück im Inselsüden mit Blick auf Fuerteventura ausgesucht hat. Sein künftiger Nachbar ist Dieter Noss. Dessen Anwesen ist nicht zu übersehen, an einer Wand lehnt eine haushohe Maurerkelle.

Noss, der im Wechsel auf Lanzarote und in München lebt, stromert über die Insel und verarbeitet Fundstücke zu verblüffenden Kunstwerken. Don Quijotes gar nicht traurige Gestalt besteht aus rostigen, verbogenen Drähten. Eine Glühbirne und eine milchige Glasscheibe machen einen alten Eimer zur originellen Leuchte. Zurzeit baut der Künstler Schiffe mit Segeln aus Glasscherben.

„Der Noss ist ein Verrückter“, beschreibt ihn Bettina Bork anerkennend liebevoll: „Zum Geburtstag hab’ ich ihm mal einen Anhänger voll Schrott und Schutt vors Haus gekippt“.

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