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William und Kate küssen sich gleich zweimal

William und Kate haben die Zuschauer mit einem eher kurzen Kuss enttäuscht. Doch dann gab es eine Zugabe. Die Massen sind begeistert.
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London+++16:20 Uhr: Es ist vollbracht, Kate und William sind verheiratet, die von Skandalen und Tragödien angeschlagene britische Monarchie hat zur Abwechslung einmal wieder für positive Schlagzeilen gesorgt. Die Engländer, so sie denn nicht eingefleischte Republikaner sind, haben einen äußert anregenden Feiertag verbracht. Und weil das hier das Handelsblatt ist, zum Abschluss noch eine kurze ökonomische Bestandsaufnahme. Rechnet sich das royale Spektakel auch wirtschaftlich?  Addiert man alle positiven Effekte aus zusätzlichem Tourismus, den unzähligen Pints, die heute getrunken werden und die Einnahmen der florierenden Souvenir-Industrie zusammen, kommt man auf eine Summe irgendwo zwischen 1,2 und 1,5 Milliarden Pfund. Dem stehen allerdings die sechs Milliarden Pfund entgegen, die der zusätzliche Feiertag die ohnehin in der Konjunkturflaute vor sich in dümpelnde britische Wirtschaft wohl kosten wird. Vielleicht sollten die Briten die königliche Vermählung einfach als Investition in die Zukunft sehen. Glaubt man den Experten, dann sorgen die Royals Jahr für Jahr für 500 Millionen Pfund an zusätzlichen Einnahmen aus dem Tourismus, und die Prinzenhochzeit wird der Euphorie rund um das Königshaus noch einmal einen Schub geben. Die Tourismusförderung will die Marke „Kate und William“ für eine 100 Millionen Pfund teure Marketing-Kampagne nutzen, die nahtlos in die Olympischen Spiele und das diamantene Thron-Jubiläum der Queen übergeht. Davon versprechen sich die Briten zwei Milliarden Pfund Umsatz und 50.000 neue Jobs. „Money can't buy you love“ sangen die Beatles einst, aber vielleicht kann ja die Liebe (zumindest die der Royals) für ein bisschen mehr Geld in den britischen Kassen sorgen.

+++16:04 Uhr: Modeschöpfer Karl Lagerfeld hat sich begeistert über das Hochzeitskleid von Herzogin Catherine geäußert, aber einen wenig netten Vergleich mit dem von Lady Di angestellt. „Das Kleid von Diana war nicht so schön“, kommentierte Lagerfeld am Freitag im französischen Fernsehen. Das Outfit von Kate beschrieb der Chefdesigner des Modehauses Chanel hingegen als elegant und chic.

+++15:57 Uhr: Die dpa hat gemessen. Demnach dauerte der erste Kuss gerade mal 0,7 Sekunden, der zweite 1,1 Sekunden - immerhin waren beide Küsse jeweils länger als der Hochzeitskuss von Prinz Charles und Prinzessin Diana im Jahr 1981. Der dauerte nur kurze 0,4 Sekunden.

+++15:02: Im Umfeld der Hochzeit von Prinz William und seiner Braut Kate hat die Polizei am Freitag 43 Menschen festgenommen. Die meisten Störer wurden festgesetzt, weil sie den „öffentlichen Frieden“ gestört hatten oder betrunken waren, teilte die Londoner Polizei am Freitag mit.

+++14:50 Uhr: Mit schon zu Zarenzeiten beliebtem Kunsthandwerk - einer Schatulle aus lackiertem Pappmaché - hat Kremlchef Dmitri Medwedew Prinz William und Catherine zur Hochzeit gratuliert. „Möge in Ihrer Familie immer Einvernehmen, Freude und Liebe gedeihen“, schrieben Medwedew und seine Frau Swetlana an das Paar. Nach Kremlangaben vom Freitag zeigt das Geschenk aus dem Werk für Miniaturmalerei in Fedoskino die Moskauer Erlöserkathedrale im 19. Jahrhundert. Die Kästchen stehen bei Reichen hoch im Kurs.

+++14:45 Uhr: Der ständige EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy hat Prinz William und seiner Braut Catherine Middleton per Twitter gratuliert. Er zitierte dazu Shakespeare: „Soll ich Deine Liebe mit einem Frühlingstag vergleichen?“ Van Rompuy gehört zu den EU-Spitzen, die gerne per Internet kommunizieren.

+++14:33 Uhr: Immerhin gibt es als Zugabe noch einen zweiten Kuss, die Menge reagiert angemessen begeistert...

+++14:32 Uhr: Bis zum Hochzeitskuss auf dem Balkon des Buckingham Palace wollten Alice und Ted nicht mehr in der Menge ausharren. Sie erholen sich jetzt in einem Pub im Londoner Norden von den letzten Stunden, sie sie in der Nähe des Buckingham Palace ausgeharrt haben, um William und Kate auf ihrer Fahrt mit der goldenen Kutsche zu sehen. Davon haben sie auch gute Foto machen können, das sie jetzt den anderen Pub-Gästen zeigen. Alice hat sich auf Teds Schultern gesetzt und das Bild von einer erhöhten Position aufgenommen. „Die Warterei in der Menge hat sich gelohnt“, sagt Alice. „Ich hatte von Teds Schultern die optimale Sicht.“

+++14:30 Uhr: Es ist soweit. William und Kate treten auf den Balkon. Wieder einmal wird kräftig gewunken. Der Kuss fällt dann allerdings eher enttäuschend aus, eine winzige Sekunde länger dauert der Lippenkontakt auf keinen Fall. Fast schüchtern wirkt der Liebesbeweis, wer lässt sich aber beim Küssen auch schon gerne von mehr als zwei Milliarden Menschen zuschauen?

+++14:24 Uhr: Die Massen der Zuschauer strömen jetzt in Richtung Buckingham Palace, um auf die klassische Balkonszene zu warten. An der Popularität des neuen königlichen Paares gibt es zumindest hier auf den Straßen zwischen Kathedrale und Palast nicht den allerkleinsten Zweifel. Dazu trägt vielleicht auch bei, dass die beiden in Zeiten der Krise auf Hochzeitgeschenke verzichten. Dafür sollen die Gäste lieber für einen guten Zweck spenden. Mehr als 25 Wohlfahrtsorganisationen haben Kate und William aufgelistet, für die rund 1,5 Millionen Pfund zusammenkommen sollen. 

+++14:18 Uhr: Der Londoner Promi-Friseur Andrew Barton hat die Frisur von Kate bei ihrer Hochzeit mit Prinz William als „Tod für das Glätteisen“ bezeichnet. Stattdessen bedeute die Frisur eine „Renaissance des Lockenstabes“, sagte Barton, der in Großbritannien als „Friseur der Friseure“ angesehen wird.

+++14:13 Uhr: Im Laufe des Tages werden die Gäste der königlichen Hochzeit immer strenger ausgesiebt. Zur Trauzeremonie in Westminster Abbey waren noch 1900 geladen. Zum Sektempfang im Buckingham Palace sind es noch 650. Wenn der Brautvater Prince Charles zum Dinner lädt werden noch 300 Gäste dabei sein. Die Party abends werden übrigens auch die die Queen und ihr Gemahl Prinz Philip schwänzen. Williams Großeltern werden nach dem Empfang zu einem privaten Wochenende aufbrechen“, hieß es aus dem Palast.  Damit verpasst die Monarchin nicht nur Tanz und Stimmung, sondern auch die Rede des Trauzeugen, ihres Enkels Prinz Harry, sowie die des Brautvaters, Michael Middleton.

+++14:03 Uhr: Eine "Royal Streetparty" steigt übrigens auch in Londons wohl berühmtester Straße. Bereits am Donnerstag wurde der Regierungssitz Downing Street für die Hochzeitsfeier geschmückt und für die Verpflegung sorgen die Mitarbeiter von Premierminister David Cameron selbst. Unter den Gästen finden sich unter anderem 80 Vertreter von Wohltätigkeitsorganisationen. Die Feier in der Downing Street hat allerdings einen entscheidenden Nachteil: Sie ist strikt antialkoholisch. Ob die Blaskapelle, die Cameron angeheuert hat, die Gäste wirklich für den fehlenden Sekt zum Anstoßen entschädigen kann?

+++13:57 Uhr: Der Preis für die größte Modesünde bei der Hochzeit des Jahres geht zumindest vorläufig an Prinzessin Beatrice, Tochter von Sarah Ferguson und Prince Andrew. Als Beatrice aus ihrer Limousine stieg, kommentierten das die weiblichen Modeexperten in der Menge mit einem kollektiven "Oh No", Die harsche Kritik galt übrigens nicht dem Kleid von Beatrice, sondern ihrem gewagten Hutmodell.

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  • Ja, es ist schon traurig - selbst das seriöse Handelsblatt zeigt immer mehr Ähnlichkeit mit den Boulevardblättern. Vielleicht ist die Pressefreiheit gar nicht mehr so unbedingt gegeben in Deutschland - Brot und Spiele für alle, damit die Massen weiterhin abgelenkt gehalten werden und im Hintergrund ein globales System verfestigt wird, das durch Machenschaften sein Gesetz weltweit ausdehnt - bestehend aus jenen Mitgliedern, die dem Hochadel, der Hochfinanz und der high-Society angehören. Mediale Ereignisse dienen als großes Schauspiel für die Massen - früher gab's Gladiatorenkämpfe um die Masse zu befrieden, heute gibt's Brot & Spiele und natürlich Quizsendungen und Soaps. Dazu die Regenbogenpresse.

    Ziel ist es, möglichst ungehindert ein System zu installieren, dem alle Nationen global unterstellt werden -mit Herrschern aus Hochfinanz, Hochadel und high-society. Dieser Personenkreis wird das System dirigieren und die Instrumente des Systems (Kultur, Finanzwesen, Sport, Religion) in der gewünschten Richtung lenken. Anders Denkende, anders Wünschende werden wirtschaftlich, moralisch und ethisch in die Knie gezwungen. Die Vorbereitungen hierfür laufen auf Hochtouren - solange müssen die Massen abgelenkt werden.

    Die Medien tragen ihren Teil dazu bei und sind sogar Teil des Systems - ohne es vielelicht zu wollen. Deshalb auch diese Sensations-Berichterstattung aus der "Upper- & Underclass".

  • Heute kann man nicht einmal das Handelsblatt lesen ohne von diesem Mist belästigt zu werden.

  • Das Handelsblatt auf dem Niveau der Regenbogenpresse?!

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