Lufthansa-Aktie gerät unter Druck
Panne setzt Lufthansa-Check-In für Stunden außer Gefecht

Eine weltweite Computerpanne bei der Lufthansa hat am Donnerstag viele Flüge der Gesellschaft und einiger ihrer Partner ausfallen lassen und zu stundenlangen Verspätungen geführt. Bis zum Mittag wurden alle Passagier manuell eingecheckt. Auch die Frachttochter Lufthansa Cargo war betroffen.

HB FRANKFURT. Das gesamte Check-in-System von Lufthansa fiel bis zum Mittag für rund sechs Stunden aus. Europas drittgrößte Fluglinie musste nach eigenen Angaben rund 60 Flüge mit etwa 6 000 gebuchten Passagieren innerhalb Deutschlands und Europas streichen. Weltweit kam es zu Verspätungen von bis zu zwei Stunden.

Am Abend setzte das Wetter mit starken Höhenwinden dem Luftverkehr weiter zu. Dadurch mussten weitere 22 Lufthansa-Flüge mit rund 2600 betroffenen Fluggästen ausfallen, die meisten davon nach oder von Frankfurt. Auch einige andere Fluggesellschaften hatten mit vereinzelten Ausfällen zu kämpfen.

Nach Angaben von Lufthansa waren insgesamt 46 Fluggesellschaften direkt oder indirekt von der Computerpanne betroffen. Die verspäteten Lufthansa-Maschinen führten nach Angaben der Flugsicherung im deutschen Luftraum zu Verzögerungen bei Starts und Landungen vieler anderer Airlines. Inwieweit die Lufthansa Versicherungsschutz in Anspruch nehmen kann, stand zunächst nicht fest. Auch Angaben zum Schaden machte die Fluggesellschaft nicht. Im Schnitt transportiert Lufthansa pro Tag weit mehr als 100 000 Passagiere.

„Heute Morgen kam es um halb sieben zu einem Stillstand. Alle Flüge mussten manuell eingecheckt werden“, sagte Lufthansa-Sprecher Klaus Walther am Nachmittag. Es könne sein, dass noch weitere Flüge gestrichen werden müssten. „Offensichtlich handelte es sich um ein Software-Problem“, fügte er hinzu. Die genaue Ursache stand nicht fest. Es sei aber gelungen, alle Langstreckenflüge durchzuführen.

Der Totalausfall des Check-in-Systems betraf mehrere mit Lufthansa vernetzte regionale und internationale Partner. Das Problem an den vom US-Konzern Unisys betriebenen Systemen war kurz nach Mittag gegen 12.30 Uhr behoben. Unisys Deutschland lehnte zunächst einen Kommentar ab. Nur langsam normalisierte sich der Flugverkehr nach Lufthansa-Angaben. Allerdings fielen noch zusätzlich zu den bis zum Mittag gestrichenen gut 30 Flügen weitere Verbindungen den bei vielen Maschinen aufgelaufenen Verspätungen zum Opfer. „Wir gehen jetzt von rund 60 annullierten Flügen aus“, sagte ein Sprecher am frühen Abend.

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