Luftverkehr
Streiks bei British Airways über Weihnachten abgewendet

Das drohende Weihnachts-Chaos für Millionen von Passagieren von British Airways ist abgewendet. Die angeschlagene britische Fluggesellschaft erwirkte am Donnerstag eine einstweilige Verfügung gegen einen geplanten zwölftägigen Ausstand des Kabinenpersonals über Weihnachten und Neujahr.
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HB LONDON. Nach Ansicht des High Courts hatte es bei der Urabstimmung der Gewerkschaft Unite Unregelmäßigkeiten gegeben. Bei British Airways hatten sich die 12 500 Beschäftigten des Kabinenpersonals mit überwältigender Mehrheit für den Ausstand ausgesprochen. Allerdings hatten sich bei der Abstimmung unzulässigerweise mehrere hundert Mitarbeiter beteiligt, die zum geplanten Beginn des Ausstands am kommenden Dienstag schon aus dem Unternehmen ausgeschieden wären.

Die Gewerkschaft Unite wertete das Urteil als "schmachvollen Tag für die Demokratie" und kündigte eine neuerliche Urabstimmung an. Der Ausgang dieses Votums wird aber nicht mehr den Feiertagsverkehr betreffen.

Die Beschäftigten wollen gegen Jobkürzungen, Gehaltsverzicht und veränderte Arbeitsbedingungen protestieren. Das Management will mit den Maßnahmen auf die Krise der Airline reagieren, deren Passagierzahlen sinken und Verluste steigen. BA hatte im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres einen Verlust vor Steuern von 292 Mio. Pfund (rund 324 Mio Euro) gemacht. Beim ersten Streik seit dem Ausstand im Jahr 1997 wären Verluste in dreistelliger Millionenhöhe hinzugekommen.

Die Gewerkschaft Unite steht auch hinter einem geplanten Ausstand des Bodenpersonals auf den Flughäfen London-Heathrow und Aberdeen. Das Personal dort will am 22. Dezember, 26. Dezember und 3. Januar die Arbeit niederlegen.

British Airways reagierte erleichtert auf den Gerichtsbeschluss. "Wir freuen uns für unsere Kunden, dass die Streikandrohung über Weihnachten vom Gericht aufgehoben wurde", erklärte BA in einer Mitteilung. "Die Entscheidung wird von hunderttausenden Familien im Vereinigten Königreich und in der ganzen Welt begrüßt."

Unterdessen saßen am Donnerstag rund 4500 Passagiere des schottischen Billigfliegers Flyglobespan unter anderem in Ägypten, Portugal oder Spanien fest. Die Muttergesellschaft Globespan hatte in der Wirtschaftskrise keinen neuen Investor gefunden, der Billigflieger meldete Insolvenz an. Damit steht für rund 800 Angestellte kurz vor Weihnachten der Verlust ihres Arbeitsplatzes fest.

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