Maguire, DiCaprio und Co.
Poker-Skandal um Promis und betrogene Investoren

Betrogene Investoren, ein bankrotter Hedgefonds-Manager und illegale Pokerrunden mit Stars wie Tobey Maguire, die jetzt zahlen müssen: Ein Betrugsskandal der Superlative geht in den USA in die letzte Runde.
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New York/DüsseldorfTobey Maguire war am illegalen Spieltisch einer der erfolgreichsten. In US-Pokerforen wird der 36-jährige Star („Spiderman") als einer der Promis bezeichnet, die beim „No Limit Texas Hold'em" herausragen und Millionen dabei gewinnen.

Doch das juristische Nachspiel wurde für den Glücksspieler jetzt teuer: Einen Teil seiner Gewinne muss Maguire an betrogene Investoren zurückzahlen.

Über etwa zwei Jahre hinweg hat sich Maguire 311.000 US-Dollar bei exklusiven Zockerabenden in Luxushotels wie dem Four Season in Beverly Hills und bei Filmleuten erpokert. Doch diese Pokerrunden waren nach kalifornischem Recht illegal, weil sie nicht lizensiert waren.

Ein riesiger Bluff von Unternehmer Bradley Ruderman also, der die Treffen am Spieltisch für die insgesamt 22 A-Promis und wohlhabende Geschäftsleute organisiert hatte. Mit dabei sollen unter anderem auch Leonardo DiCaprio, Matt Damon, Ben Affleck und Regisseur Nick Cassavetes („The Notebook") gewesen sein. Die weltbekannten Glücksspieler müssen Teile ihre Gewinne wieder abtreten.

Denn Hedgefonds-Manager Ruderman organisierte die illegalen Kartenspiele nicht nur mit den Antrittsgeldern (pro Spieler 100.000 Dollar), sondern verpulverte auch das Geld seiner Kunden - allesamt Finanzinvestoren - das der 48-Jährige ihnen als Anlageberater abgeluchst hatte: 25 Millionen Dollar.

Er setzte sich auch selbst mit am Pokertisch und hatte dabei kein so glückliches Händchen wie Maguire. Der Unternehmer verlor laut US-Medien weitere 2,5 Millionen Dollar, einen Teil davon an den talentierten Halbprofi Maguire.

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