Malaysias Westküste gibt Einblicke in eine faszinierende Kultur und bietet eine atemberaubende Naturlandschaft
Gib dem Affen Zucker

In der Datai-Bucht am äußersten Nordwestzipfel der malaysischen Ferieninsel Langkawi hat sich der ursprüngliche tropische Regenwald erhalten. Dort gibt es jahrhundertealte Meranti- und Eisenholzbäume. Dort liegt das Datai Hotel, eines der "Leading Hotels of the World", von Dschungel und Meer umschlossen.

Die Sonne blinzelt gerade hinter den Kalksteinbergen hervor, als die kleine Wandergruppe sich auf den Weg macht. Das junge französische Paar guckt noch etwas verschlafen, während die Japaner ihre Kameras aktivieren. Der kleine Sohn der Kanadier berichtet voller Begeisterung - und zum Entsetzen der Französin - von der großen Tarantel, die er beim gestrigen Abendspaziergang gesehen hat.

Für die meisten Gäste ist es nicht das erste Mal, dass sie mit dem Naturkundler Irshad den Regenwald auf Malaysias Ferieninsel Langkawi erkunden. In der Datai-Bucht am äußersten Nordwestzipfel der Insel hat sich der ursprüngliche tropische Regenwald erhalten: Jahrhundertealte Meranti- und Eisenholzbäume wachsen links und rechts der schmalen Zufahrtsstraße in den Himmel, Seeadler und Nashornvögel nisten in den Baumkronen, Echsen und Wildschweine streifen durch das dichte Unterholz.

Inmitten dieses abgeschiedenen Naturparadieses liegt das Datai Hotel, eines der "Leading Hotels of the World", von Dschungel und Meer umschlossen. Wolfgang, ein Arzt aus Karlsruhe, ist schon zum dritten Mal hier, wegen der Ruhe, der Wärme und der schönen Umgebung. "Malaysia gilt ja als Land für ?Asien-Anfänger'", meint er, "aber ich finde es auch beim dritten Mal toll."

Ein vorbeihuschender Schatten reißt die Besucher aus dem Gespräch, und plötzlich sind auch die Morgenmuffel hellwach: Ein bräunliches Tier ist durch die Luft gesegelt und hat sich an einem nahen Baum festgekrallt. "Das ist ein Colugo", erläutert Irshad begeistert, "ein Tier, das man tagsüber nur sehr selten sieht. Was Sie hier sehen, ist der einzige fliegende Primat der Welt. Der Colugo hat Flughäute, ähnlich wie eine Fledermaus, mit denen er von Baum zu Baum gleiten kann." Irshads engagierte Morgen- und Abendspaziergänge, da sind die Besucher sich einig, gehören zu den Highlights im Angebot des Datai.

Und Affen, immer wieder Affen: "Vor ein paar Tagen", berichtet Wolfgang, "habe ich aus Versehen das Fenster offen gelassen - da haben die Affen meine Minibar ausgeräumt. Und die Nachbarn haben gestern um 7 Uhr einen Weckruf bekommen: Ein Affe hat an die Tür geklopft. Das hat er sich wohl beim Zimmerservice abgeguckt." Einige Autokilometer entfernt geht der Regenwald in eine malerische Landschaft aus Reisfeldern, kleinen Dörfern und Palmenhainen über, umsäumt von Langkawis typischen Kalksteinformationen. Hier ist vom Tourismus kaum noch etwas zu spüren: Hühner und Gänse schlendern am Straßenrand entlang, Schulkinder in Uniform bummeln nach Hause, und behäbige Wasserbüffel warten in kleinen Tümpeln die Mittagshitze ab.

Bereits in den 80er-Jahren wurde das pittoreske Tropeninselchen als Tourismusdestination beworben, sogar Charterflüge kamen damals hierher. Dann kam Thailand als Reiseziel in Mode, und Langkawi verfiel wieder in seinen Dornröschenschlaf. Heute, nach dem Tsunami, wird Malaysias Vorzeigedestination neu entdeckt.

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