Mallorca-Unwetter
Spanische Meteorologen räumen Fehler ein

Nach dem verheerenden Gewittersturm auf Mallorca hat das Wetteramt Fehler eingeräumt. „Der meteorologische Dienst hat zwar die starken Regenfälle korrekt vorhergesagt, nicht aber den heftigen Wind“, gestand der zuständige Beamte des spanischen Umweltministeriums Arturo Gonzalo Aizpiri nach Presseberichten ein.

dpa PALMA DE MALLORCA. Die Ferieninsel sei vermutlich von einem oder sogar mehreren Tornados getroffen worden. Es habe sich allerdings um ein sehr außergewöhnliches Phänomen gehandelt, das nur schwer zu prognostizieren gewesen sei. Das Unwetter am Donnerstagabend hatte auf Mallorca schwere Verwüstungen angerichtet. Rund 20 Menschen wurden verletzt, vier von ihnen liegen noch im Krankenhaus.

Binnen 20 Minuten waren mancherorts mehr als 30 Liter Regen pro Quadratmeter niedergegangen. Die Sturmböen erreichten Geschwindigkeiten von 130 Kilometern in der Stunde. Am Samstag gingen die Aufräumarbeiten weiter. Die Feuerwehr war vor allem damit beschäftigt, umgestürzte Bäume und andere Gegenstände von den Straßen zu entfernen.

Angesichts der Schäden prüfen die balearischen Behörden die Möglichkeit, die Hauptstadt Palma zum Katastrophengebiet erklären zu lassen. Damit könnten größere Finanzhilfen der Zentralregierung in Madrid beantragt werden. Bevor ein solcher Antrag gestellt werde, müsse aber zunächst das genaue Ausmaß der Schäden ermittelt werden, sagte Palmas Bürgermeisterin Aina Calvo. Presseberichten zufolge gehen diese in die Millionen. Madrid hat bereits finanzielle Unterstützung zugesagt. Neben Palma waren vor allem die Gemeinden Calvià und Llucmajor von dem Unwetter getroffen worden. Der balearische Bauernverband beklagte „katastrophale Einbußen“ etwa bei der Mandelernte, Zitrusfrüchten oder Zierblumen.

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