Mehr als 100 Züge betroffen
Entgleister Zug und Feueralarm legten Bahnverkehr lahm

Entgleiste Güterwagen haben am Freitag die ICE-Strecke Nürnberg-Würzburg blockiert und zu Zugausfällen und erheblichen Verspätungen geführt. Ein Feueralarm in einem Tunnel der Neubaustrecke Nürnberg-Ingolstadt verursachte am frühen Abend weitere Behinderungen.

HB NÜRNBERG/INGOLSTADT/WÜRZBURG. Die Auswirkungen des morgendlichen Unglücks waren bis in das Rheinland sowie die Regionen Hannover und Hamburg zu spüren. Insgesamt waren mehr als 100 Züge betroffen. Die Unglücksursache und die Höhe des Schadens sind noch nicht bekannt. Verletzt wurde niemand.

Nach Angaben der Bundespolizei waren zwischen Hellmitzheim und Markt Einersheim in Bayern kurz vor 3.00 Uhr zwei Waggons eines Güterzugs entgleist. Dabei löste sich ein Container aus der Verankerung, prallte gegen einen Oberleistungsmasten und riss die Fahrleitung ab. Der letzte Wagen des Zuges, der mit Autoteilen nach Maschen bei Hamburg unterwegs war, wurde abgetrennt und blieb auf der Strecke stehen. Wegen des Unglücks wurde das Gleis Richtung Würzburg auf rund drei Kilometern Länge beschädigt.

Erst nach fünf Stunden war das Gleis Richtung Nürnberg wieder zu befahren. Die ICE-Züge auf den Strecken von München nach Frankfurt und Köln sowie Hannover und Hamburg wurden zwischen Ingolstadt und Würzburg statt über Nürnberg über Ansbach geleitet. Dadurch kam es zu Verspätungen bis 50 Minuten.

Auf der erst am vergangenen Sonntag voll in Betrieb gegangenen Neubaustrecke Nürnberg und Ingolstadt fiel ein Großteil der Fernverkehrszüge komplett aus. In Nürnberg mussten Reisende auf spätere Züge vertröstet werden. Regionalexpresszüge zwischen Nürnberg und Würzburg wurden gestrichen. Erst gegen Mittag war die Unglücksstelle soweit geräumt, dass sich der Verkehr Richtung Süden und Osten langsam wieder zu normalisieren begann.

Neue Behinderungen verursachte dann zur Feierabenzeit der Alarm im Tunnel der Neubaustrecke Nürnberg-Ingolstadt. Die Feuerwehr rückte aus und kontrollierte den Tunnel, in dem sich zu der Zeit kein Zug befand. Nach knapp eineinhalb Stunden konnten die Einsatzkräfte die Gleise wieder freigeben, sagte ein Bahnsprecher. Es war ein Fehlalarm. Erneut waren jedoch zwei ICE-Züge und ein Regionalexpress von Verspätungen betroffen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%