Mehr Flugpassagiere im ersten Halbjahr
Boom der Billigflieger

Von deutschen Flughäfen heben immer mehr Passagiere ab.

HB WIESBADEN. Im ersten Halbjahr 2006 starteten knapp 41,8 Millionen Fluggäste aus Deutschland, das waren 2,5 Millionen oder 6,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Die Zahl der Inlands-Passagiere legte um 5,8 Prozent auf 11,3 Millionen zu, die Zahl der Reisenden mit einem Ziel im Ausland erhöhte sich um 6,5 Prozent auf 30,4 Millionen. Als Hauptgrund für den Anstieg nennen Statistiker den Boom der Billigflieger. Zudem wirkte sich die Fußball-WM positiv aus.

Im Monat Juni, als die WM angepfiffen wurde, stieg die Zahl der abfliegenden Passagiere um 7,7 Prozent auf gut 8,3 Millionen. Da viele Fans nur für ein Spiel nach Deutschland flogen, finden sie sich auch in der Zahl der Einsteiger wieder. In die beiden Fußball- Nationen Frankreich und Italien flogen jeweils 20 Prozent mehr Reisende; aus den beiden Ländern kamen 24 Prozent mehr Passagiere. Den höchsten Zuwachs bei den Fluggästen in diesem Jahr hatte es allerdings im April mit 8,7 Prozent gegeben. Auch im Mai gab es ein kräftiges Plus von 7,1 Prozent.

Bei den gebuchten Zielen hatte Europa im ersten Halbjahr die Nase vorn. In das europäische Ausland flogen knapp 23,6 Millionen Reisende von einem deutschen Flughafen aus, das waren 7,3 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2005. Den höchsten Zuwachs gab es für Italien mit 18,8 Prozent und Portugal mit 18,3 Prozent. Überdurchschnittlich legten auch Frankreich (+12,9 Prozent), die Schweiz (+14,4 Prozent) und Österreich (+9,7 Prozent) zu. Für das am häufigsten angeflogene Land Spanien - inklusive Balearen und Kanaren - gingen die Passagierzahlen mit gut fünf Prozent nach oben.

Einen Einbruch erlebten die Türkei und Zypern, die unter den Spannungen im Nahen Osten litten. Im ersten Halbjahr nutzten 12,5 Prozent weniger Passagiere einen Flug in die Türkei. Im Urlaubsort Antalya kamen 22,8 Prozent weniger Flugreisende aus Deutschland an. Nach Zypern flogen 21,1 Prozent weniger Passagiere.

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