Mittagstest
Monkey’s in Düsseldorf

Sie sollten ihrem Geschäftspartner in Düsseldorf sagen, dass Sie das Monkey’s wegen des Interieurs ausgewählt haben. Denn die Küche hält mit der künstlerischen Qualität kaum mit.

Das Restaurant im GAP 15, einem Bürogebäude unweit der Kö, ist Teil eines Dreier-Ensembles aus East (schnelle Asia-Küche), South (mediterran mit Showküche) und eben West („Fine Art Dining“). Alle drei zeitgemäß eingerichtet und mit Kunstwerken ausgestattet. Im West sitzt der Gast in hellen ledernen Sitzecken, umrahmt von Jörg- Immendorff-Bronzen. Über den Tischen baumeln Kronleuchter des Videokünstlers Nam June Paik, neben der Bar hängt eine Fotoarbeit von Thomas Struth.

Allesamt gut für eine Kunstsammlung – hier sind sie Appetithäppchen für die Hungrigen aus den umliegenden Büros. Mittags serviert das Monkey’s einen „Speedlunch“ (zwei Gänge, 25 Euro) oder einen „Relaxed Lunch“ (drei Gänge, 30 Euro).

Leider hält die Küche mit der künstlerische Qualität kaum mit, agiert mit wenigen Höhen, aber auch Tiefen: Zum sehr kurz gegarten Zander gibt es ein gutes Sellerie-Püree. Die Schweinsbäckchen mit Erbsenschaum sind ordentlich, kein Meisterwerk. Das Oliven-Crostini zum blassen Thunfisch-Salat entpuppt sich als Toast, der Brunnenkresse-Suppe hätte weniger Salz gut getan. Im Namen der Kunst schluckt man’s trotzdem gern.

Monkey’s West, Graf-Adolf-Straße 15, 40 213 Düsseldorf. Tel. 0211/ 64 96 37 26

» www.monkeyswest.de

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