Muße im Onsen
Sushi, Seife, Seismografen

Japans vulkanische Bäder laden zur Entspannung nach einem harten Arbeitstag ein. Geheimtipp sind die Onsen in den Bergen nahe Osaka oder in der Wintersportregion rund um die Olympiastadt Nagano, rund drei Zugstunden von Tokio entfernt.

TOKIO. Die Einsamkeit der Langnase: Still zieht Bill Murray im verwaisten Luxus-Schwimmbad des Park Hyatt in Shinjuku seine Bahnen, bevor der Star des Films „Lost in Translation“ ebenso einsam in der Hotelbar seinen Whisky leert. Und um ihn herum tobt das Leben in der quirligen Mega-Metropole Tokio.

Dabei ist es gar nicht so schwer, dem 5-Sterne-Ausländerghetto für einen Nachmittag oder Abend zu entkommen und sich in einem der vielen „Onsen“, der japanischen heißen Quell-Bäder, unter die Einheimischen zu mischen – wenn man ein paar Regeln beherzigt.

Sushi, Seife, Seismografen: Der unruhige vulkanische Untergrund beschert der Inselnation nicht nur gefährliche Erdbeben, sondern als angenehmen Nebeneffekt auch eine Unzahl heißer Quellen, die „Onsen“. Onsen ist dabei nicht gleich Onsen. Die Mineralien des heilenden Tiefenwassers bestimmen Farbe, Konsistenz, Geschmack, Geruch und Wirkung. Für jede Art von Gebrechen gibt es das richtige Onsen.

Architektonisch und landschaftlich reizvolle Kurorte finden sich vor allem auf der Halbinsel Izu, einem der bekanntesten Onsen-Gebiete. Izu ist magischer Anziehungspunkt für Intellektuelle und Künstler wie den 1972 verstorbenen japanischen Literatur-Nobelpreisträger Yasunari Kawabata, der sogar seinen Wohnsitz auf Izu hatte, um neue Inspiration und Kraft aus der Ruhe des Wassers zu ziehen.

Geheimtipp sind die Onsen in den Bergen nahe Osaka oder in der Wintersportregion rund um die Olympiastadt Nagano, rund drei Zugstunden von Tokio entfernt. Aber auch mitten in der Millionenstadt Tokio finden sich Onsen für jeden Geschmack, von traditionell bis Wellness-orientiert.

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