Nach Bombardierung des Flughafens
Beirut von Luftverkehr abgeschnitten

Nach der Bombardierung des Flughafens in Beirut durch die israelische Luftwaffe ist der Luftverkehr zwischen der libanesischen Hauptstadt und dem Ausland am Donnerstag unterbrochen worden. Fluggesellschaften stornierten ihre Verbindungen zum einzigen internationalen Flughafen des Landes.

HB FRANKFURT/MAIN/PARIS. Deutsche Veranstalter sagten Urlaubsreisen bis Oktober ab. Von den Stornierungen waren allein bei deutschen Unternehmen mindestens 1200 Passagiere betroffen. Mehrere Maschinen mit Ziel Beirut flogen Zypern an.

Der Flughafen wurde nach den Bombardierungen am Morgen Regierungsangaben zufolge für mindestens 48 Stunden geschlossen. „Die Wiedereröffnung ist eine politische Entscheidung, die vom Kabinett getroffen wird“, sagte Verkehrsminister Mohammed Safadi. Nach Angaben Israels ist der Militäreinsatz im Libanon zeitlich nicht begrenzt.

Von Deutschland aus fliegen unter anderem die Lufthansa, LTU und die staatliche libanesische Middle East Airlines in den Libanon. Die Lufthansa strich bis einschließlich Sonntag vier Flüge von Frankfurt nach Beirut. Betroffen sind rund 900 Passagiere. Die LTU, die gewöhnlich von Düsseldorf nach Beirut startet, sagte einen für Freitag geplanten Flug mit 200 Passagieren ab. Von dem ebenfalls stornierten Rückflug seien 56 Menschen im Libanon betroffen, hieß es.

In Frankreich gab die Air France bekannt, dass sie den täglichen Flug Paris - Beirut am Donnerstag gestrichen hat. Es sei unklar, ob Beirut in den nächsten Tagen wieder angeflogen werde, sagte ein Air France-Sprecher.

Der Deutsche Reiseverband (DRV) erklärte, nach seinen Informationen hielten sich keine deutschen Reisegruppen im Libanon auf. Die Veranstalter Dertour und Meier's Weltreisen stornierten Reisen bis Ende Oktober. 42 Kunden, die bereits gebucht hatten, erhalten ihr Geld zurück.

Hunderte Urlauber aus dem arabischen Raum verließen das Land mit dem Auto. Zwei Touristen aus Kuwait wurden nach libanesischen Angaben bei einem israelischen Angriff im Süden des Landes getötet. Tourismusminister Joseph Sarkis erklärte die Saison vorzeitig für beendet. Nach dem Bürgerkrieg und einem Reiseboom in den vergangenen Jahren hatte der Libanon wirtschaftliche Hoffnungen in den Tourismus gesetzt.

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