Nach Schneechaos
Britische Regierung will Passagierrechte stärken

Zwei gesperrte Landebahnen, verspätete oder gestrichene Fluge, wütende Passagiere - auch auf Europas verkehrreichstem Flughafen London-Heathrow herrschte über Weihnachten das Chaos. Nun will die britische Regierung die Rechte der Fluggäste stärken - und Flughafenbetreiber stärker in die Pflicht nehmen.
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HB LONDON. „Die Regierung fühlt sich verpflichtet, die Flughafenrichtlinien zu reformieren und das Wohl der Passagiere dabei an erste Stelle zu stellen“, erklärte das britische Verkehrsministerium. In Überlegung seien Lizenzen für Flughafenbetreiber, sagte Verkehrsminister Philip Hammond in einem Interview der Sunday Times. Wenn das Flughafenmanagement in Notfällen wie extremen Wetterbedingungen versage, könnten diese Lizenzen entzogen werden.

In London-Heathrow, dem verkehrsreichsten Flughafen der Welt, war vor Weihnachten eine von zwei Start- und Landebahnen wegen der starken Schneefälle vier Tage lang geschlossen. Viele Flugzeuge waren an den Terminals eingefroren. Verkehrsminister Hammond kritisierte dafür die Flughafenmanager. Sie hätten die Lage dramatisch unterschätzt. Details sowie einen Zeitplan zur neuen Gesetzgebung nannte das Verkehrsministerium nicht.

Am Samstag hatte die Fluggesellschaft Air France bereits den Pariser Flughafen Charles de Gaulle kritisiert. Der Flughafen in Roissy bei Paris hatte mitten im Weihnachtsverkehr Enteisungsmittel aus Deutschland und den USA holen müssen, um seine Vorräte aufzufüllen.

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