Nach Vergewaltigungsprozess: Kachelmann kehrt auf den Bildschirm zurück

Nach Vergewaltigungsprozess
Kachelmann kehrt auf den Bildschirm zurück

Nach knapp zweijähriger Pause wird Jörg Kachelmann wieder im Fernsehen zu sehen sein. 2010 hatte der Schweizer nach einem Vergewaltigungsprozess angekündigt, nie wieder das Wetter vor der Kamera moderieren zu wollen.
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Nach knapp zweijähriger unfreiwilliger Pause kehrt Jörg Kachelmann wieder als Wettermoderator auf Fernsehbildschirme in Deutschland zurück: Von Freitag (27. Januar) an soll der 53-Jährige für den TV-Sender main.tv das Wochenendwetter präsentieren. Kachelmann produzier laut dem regionalen Sender jeden Freitag einen Einspieler, der im Nachrichtenjournal ausgestrahlt werde.

Schon seit März 2011 stellt Kachelmann das Wochenendwetter bei Radio Primavera vor, das ebenfalls im Funkhaus Aschaffenburg produziert wird. Im Zuge der Verhandlungen über eine Verlängerung des Ein-Jahres-Vertrages fragten ihn die Aschaffenburger Medienmacher, ob er das Wetter auch den Fernsehzuschauern erklären würde.

„Als er gesagt hat, das macht er, waren auch wir ein Stück weit überrascht“, erläutert der Chefredakteur von main.tv und Radio Primavera, Marco Maier, auf Anfrage der Nachrichtenagentur dapd.

Denn Maier kannte natürlich Kachelmanns Aussage aus dem Herbst 2010, dass er keine Wettersendungen im Fernsehen mehr moderieren könne: „Nachdem Staatsanwaltschaft und Medien mein angebliches Privatleben gewaltsam öffentlich gemacht haben, wär's mit dem Blumenkohlwolken-Onkel wohl schwierig“, hatte der Moderator in einem Interview gesagt. „Das Kapitel Fernsehen ist dadurch für mich beendet worden.“

Festnahme am Flughafen

Kachelmann hatte bis März 2010 im Ersten das Wetter präsentiert - bis er bei der Rückkehr als ARD-Berichterstatter bei den Olympischen Spielen in Kanada am Frankfurter Flughafen festgenommen wurde: Eine Ex-Freundin hatte ihm vorgeworfen, sie im Februar 2010 mit einem Messer bedroht und vergewaltigt zu haben. Der Moderator hatte dies stets bestritten und wurde vom Landgericht Mannheim aus Mangel an Beweisen freigesprochen.

Noch während der Prozess lief, wurde Kachelmann von Radio Primavera engagiert: Am 4. März 2011 sagte er dort das erste Mal seit seiner Verhaftung wieder das Wetter in Deutschland an. „Die Resonanz war außerordentlich gut, weit über das Prozessende hinaus“, erinnert sich Maier. Die Entscheidung, Kachelmann zu verpflichten sei „absolut richtig“ gewesen - ein „Glücksgriff“.

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