Nahverkehr
Schwarzfahren soll wieder teurer werden

Manche rechnen das Risiko des Schwarzfahrens und die Ersparnis zusammen und kommen unter Umständen zu dem Ergebnis: Schwarzfahren lohnt sich. Doch jetzt müssen sie neu rechnen. Denn nach dem Willen der Nahverkehrsunternehmen sollen erwischte Schwarzfahrer deutlich teurer werden.

HB KÖLN. Schwarzfahren soll nach dem Willen des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) teurer werden. Wer in Bahn oder Bus ohne gültigen Fahrschein erwischt werde, solle künftig 60 Euro statt bisher 40 Euro zahlen, sagte ein VDV-Sprecher am Freitag in Köln. „Wiederholungstäter“ sollen mit 120 Euro zur Kasse gebeten werden. Im VDV sind bundesweit 430 Verkehrsunternehmen zusammengeschlossen. Der Verband begründete die an das Bundesverkehrsministerium gerichtete Initiative mit der allgemeinen Preisentwicklung. Über die notwendige Änderung der Beförderungsverordnung müssen Bundestag- und Bundesrat befinden.

Durch Schwarzfahren entstehe bundesweit im Jahr ein Schaden von 250 Mill. Euro, sagte der Sprecher weiter. Zudem sei eine Strafe von 40 Euro nicht mehr zeitgemäß, wenn andererseits erörtert werde, Verstöße gegen ein Rauchverbot mit 1000 Euro zu ahnden. Zuletzt war das Bußgeld Anfang 2003 von 30 Euro auf 40 Euro angehoben worden.

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