Namensänderung
DBA verschwindet

In den nächsten Tagen werden bei Air Berlin und DBA die Flugzeuge umlackiert: Denn ab dem 1. April fliegen alle Maschinen der DBA nicht mehr unter ihrem alten Namen, sondern unter dem Logo des neuen Besitzers Air Berlin. Damit ändert sich auch für die Passagiere einiges.

HB FRANKFURT. Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin stellt die Marke DBA ein, wie das Unternehmen am Montag bestätigte. Die 29 bisher weiß-blau-grünen Flugzeuge der DBA werden damit demnächst in der rot-weißen Lackierung der neuen Muttergesellschaft durch die Lüfte fliegen.

Von der Buchung bis zum Flug würden dann sowohl die Strecken innerhalb Deutschlands als auch die europaweiten Verbindungen einheitlich unter der Marke Air Berlin abgewickelt, präzisierte das Unternehmen frühere Äußerungen von Konzernchef Joachim Hunold. Unterschiedliche Regelungen bei Tarifen, Gepäck, Ermäßigungen und Service seien auf einen Nenner gebracht worden. Ticket- und Check-In-Schalter an den Flughäfen seien nun einheitlich rot – ebenso das Schokoherz auf innerdeutschen Flügen.

„Wir haben die Businessqualität von DBA aufgegriffen und mit dem vielfach ausgezeichneten Air-Berlin-Service kombiniert“, sagte Hunold. Das Ergebnis sei eine „gemeinsame Businessklasse für alle“. Die bisherigen DBA-Tarife sollen künftig über alle Air Berlin-Vertriebskanäle buchbar sein.

Air Berlin hatte das Münchener Unternehmen Mitte August für einen nicht näher bezifferten mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag übernommen. Eine Zustimmung der Kartellwächter war erwartet worden, da beide Fluggesellschaften zusammen noch deutlich kleiner sind als der deutsche Marktführer Lufthansa mit gut 50 Mill. Fluggästen.

Während sich DBA auf innerdeutsche Verbindungen mit einem hohen Anteil an Geschäftsreisenden konzentriert, fliegt Air Berlin vorrangig in anderere europäische Länder, vor allem nach Spanien. DBA war 2003 als ehemalige Deutsche BA von British Airways für einen symbolischen Euro an den Nürnberger Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl verkauft worden.

Anfang Februar war ein monatelanger Tarifstreit bei DBA beigelegt worden. Unter anderem erhielten die 320 Flugbegleiter des Billigfliegers eine dreijährige Beschäftigungsgarantie. Das vereinbarte Gesamtpaket regelt darüber hinaus ein neues Vergütungssystem und neue Arbeitsbedingungen. Außerdem sei die betriebliche Mitbestimmung unbefristet verankert worden.

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