New Yorker U-Bahn-Streik wird zum Tauziehen ums Geld
Transportarbeitergewerkschaft hält unbeirrt an Streiks fest

Der New Yorker U-Bahn-Streik wird zum Tauziehen ums Geld: Die Transport Workers Union will die Gerichtsstrafe von einer Millionen Dollar pro Streiktag nicht hinnehmen und geht in die Berufung. New York steht derweil vor dem zweiten Tag ohne öffentlichen Nahverkehr.

HB NEW YORK. Ein Gericht hatte am Dienstagabend eine Strafe von einer Million Dollar (843 000 Euro) pro Tag gegen die Transportarbeitergewerkschaft verhängt. Nach Überzeugung des Gerichts verletzt die TWU ein Gesetz des Staates New York, nach dem Angestellte und Arbeiter im öffentlichen Dienst ihre Arbeit nicht niederlegen dürfen.

Die Gewerkschaft kündigte Berufung gegen das Urteil vom Dienstagabend an und machte keine Anstalten, den Streik zu beenden. Neue Verhandlungen mit der Arbeitgeberseite wurden nicht vereinbart, so dass am Mittwoch mit weiteren Arbeitsniederlegungen zu rechnen war. Wie lange der Streik dauern wird, ist nicht abzusehen.

Laut Gesetz müssen neben der Gewerkschaft auch die Streikenden selbst mit schweren finanziellen Einbußen rechnen: Für jeden Tag im Ausstand verlieren sie zwei Tagessätze ihres Gehalts. Sogar die Verhängung von Freiheitsstrafen ist möglich.

Der öffentliche Nahverkehr, mit dem täglich sieben Millionen Menschen in New York unterwegs sind, war am Dienstag durch den Streik zusammengebrochen. Bei klirrender Kälte legten viele New Yorker lange Fußmärsche zurück oder kämpften um einen Platz in einem Taxi. Die Taxen beförderten jeden Fahrgast zum Pauschalpreis von zehn Dollar, einige Unternehmen mieteten für ihre Angestellten Privatbusse. Bürgermeister Michael Bloomberg hatte angeordnet, dass von 5 Uhr morgens an nur noch Autos, in denen mindestens vier Personen saßen, nach Manhattan gelassen wurden.

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