Outdoor-Sporttrends

Schwimmender Schlafsack und Luxuszelt mit Küche

Schon mal ein Luxuszelt mit Küche gesehen? Oder einen schwimmenden Schlafsack? Wenn nicht, dann wird es Zeit, mal wieder Klettern, Wandern oder Radeln zu gehen. Eine Messe zeigt überraschende Neuerungen der Branche.
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Model Natalie posiert in einem Zelt des Herstellers Nordisk, der das Zelt mit Bett, Kissen, Fell auf Stühlen und Lampen ausgestattet hat. Quelle: dpa
Messe Outdoor zeigt Neuheiten der Branche

Model Natalie posiert in einem Zelt des Herstellers Nordisk, der das Zelt mit Bett, Kissen, Fell auf Stühlen und Lampen ausgestattet hat.

(Foto: dpa)

FriedrichshafenDie Ausrüstung wird leichter, die Kleidung wasser- und hitzebeständiger und das Zubehör gewiefter: Um Sportfans in die Natur zu locken, lässt sich die Outdoor-Branche ständig neue Trends einfallen. Auf einer Fachmesse in Friedrichshafen am Bodensee werden in diesem Jahr 230 Weltpremieren gezeigt. Manche könnten einen durchaus vom Sofa herunterlocken. Gründe für vier Outdoor-Typen, mal wieder nach draußen zu gehen - gerade jetzt, wenn es wieder heißer wird:

Für Komfortbewusste: Das Schlafen im Zelt ist zu ungemütlich? Der Aufenthalt auf dem Campingplatz nicht schick genug? Wenn es nach den Zeltherstellern geht, gelten diese Ausreden längst nicht mehr. Denn der Trend geht vom Camping zum „Glamping“ - also dem glamourösen Camping. Übernachtet wird in gut ausgestatteten Zelten, in die sogar richtige Möbel passen. Einen Nachteil gibt es allerdings: Die luxuriösen Schlafgelegenheiten wiegen so einiges. Das „Vanaheim“ der Firma Nordisk bringt zum Beispiel 58,5 Kilogramm auf die Waage.

Manche Campingplätze bieten daher Luxuszelte mit Möbeln und kompletter Küche zum Vermieten an, wie Franziska Köglmeier vom Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland sagt. „Die Gäste wollen Komfort, aber auch das ursprüngliche Gefühl des Campings und mieten dann große, gut ausgestattete Safarizelte.“ Generell liege Campen wieder im Trend: 2014 sei mit fast 28 Millionen Übernachtungen ein Rekord verzeichnet worden.

So finden Sie das passende Fitnessstudio
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An welchen Punkten kann ich das richtige Fitnessstudio erkennen?
Besonders wichtig ist die Qualität des Trainings und der persönliche Wohlfühlfaktor in Fitnessstudios. Beides ist nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Deswegen lohnt es sich, mit verschiedenen Studios kostenlose und unverbindliche Probetrainings zu vereinbaren, um Vergleichsmöglichkeiten zu erhalten. Teils helfen auf der Suche auch Qualitätssiegel wie das „Prae-Fit“ des TÜV Rheinland. Geprüft werden hierfür unter anderem die Qualifikation des Personals, das Trainings- und Kursangebot.

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Wichtig ist auch die Erreichbarkeit des Studios von zu Hause aus oder vom Arbeitsplatz. Lange Wege können vom Training abhalten. Auch sollten die Öffnungszeiten gut mit dem eigenen Alltag vereinbar sein. Unbedingt zu beachten sind die anfallenden Gebühren, die Betreuung, der Andrang sowie die Hygiene in Studio, Umkleiden und Sanitäranlagen, das Publikum und das Gesamtangebot an Geräten, Kursen und Entspannungsmöglichkeiten.

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Was ist beim Vertrag wichtig?
Die für den Verbraucher bedeutendsten Elemente sind Laufzeiten und Regelungen zur Kündigung. Die Verbraucherzentrale Bayern empfiehlt, beim Abschluss eines neuen Vertrages maximal eine Erstlaufzeit von einem Jahr zu akzeptieren. In Streitfällen halten Gerichte unter Umständen auch noch Verträge mit zwei Jahren Laufzeit für zulässig; andere Gerichte beurteilten bei Erstverträgen bereits Laufzeiten von mehr als sechs Monaten als unangemessene Benachteiligung von Kunden. Achtung: In vielen Fitnessstudio-Verträgen sind automatische Verlängerungen vorgesehen, wenn Kunden nicht rechtzeitig kündigen.

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Müssen Kunden lange Vertragslaufzeiten akzeptieren?
Nein. Zwar sind Studiobetreiber daran interessiert, Kunden möglichst lange zu binden und kaum daran, Ausnahmen von ihren Standardverträgen zu gewähren. Verträge können jedoch grundsätzlich frei verhandelt werden. Insofern können Kunden über die Höhe der monatlichen Gebühren genauso versuchen zu verhandeln wie über die Laufzeit. „Es sind viele Fälle bekannt, in denen die Fitnessstudio-Betreiber mit sich reden lassen und eine kürzere Laufzeit zugestehen", sagt der auf Verbraucherrecht spezialisierte Rechtsanwalt Thomas Hollweck aus Berlin. Der Konkurrenzdruck unter den Studios ist teils hoch.

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Wie kündige ich richtig?
Kunden sollten auf jeden Fall schriftlich kündigen. Zu beachten sind dabei die in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen vorgesehenen Kündigungsfristen. Nach Angaben der Verbraucherzentrale Niedersachsen darf die Kündigungsfrist maximal drei Monate zum vorgesehenen Vertragsende betragen.

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Verbraucheranwalt Hollweck empfiehlt, die Kündigung per Einschreiben mit Rückschein zu verschicken. Mit dem Rückschein lässt sich im Streitfall eindeutig dokumentieren, wann die Kündigung beim Betreiber des Fitnessstudios einging.

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Können Verträge bei Krankheit oder Umzug gekündigt werden?
Sogenannte außerordentliche Kündigungen vom Kunden sind nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Solche Gründe können laut Verbraucherzentrale Bayern etwa schwere Erkrankungen sein, die bei Vertragsschluss noch nicht bekannt waren, oder ein Umzug, der eine 30 Kilometer längere Anfahrt mit sich bringt. Fristlos kann in der Regel auch bei einer Schwangerschaft gekündigt werden. Aber auch der Studiobetreiber kann in Ausnahmefällen fristlos kündigen, etwa wenn das Studio umzieht oder sich das Angebot durch einen Umbau deutlich verschlechtert.

Für Ängstliche: Wer befürchtet, beim Wandern, Baden oder Bergsteigen verloren zu gehen, sollte sich vorher mit einem Rettungssystem ausstatten. Die schwedische Sicherheitsfirma Recco hat beispielsweise einen Detektor entwickelt, mit dem man vermisste Personen suchen kann. Mehrere Outdoor-Marken haben dazu Kupferdioden in Kleidung oder Rucksäcke eingebaut. Auf diese Reflektoren reagiert der Detektor, wenn etwa die Bergwacht damit ein Gebiet absucht.

Der Vorteil sei, dass man dieses Rettungssystem im Gegensatz zu einer Sonde nicht bewusst einpacken müsse, sagt Adrian Probst von der Bergwacht Schwarzwald. „In Mittelgebirgen wie dem Schwarzwald macht das keiner, weil niemand an Gefahr denkt. Systeme, die gleich mit der Kleidung gekauft werden, sind für uns dagegen ganz interessant.“ Allerdings seien solche Systeme keine Einladung dazu, höhere Risiken zu wagen, sagt Probst. „Sie verleiten die Leute manchmal auch, eine Gefahr einzugehen, die weniger kalkulierbar ist. Das ist eine Entwicklung, die wir auch beobachten.“

Warum man sich nicht von Geräten abhängig machen sollte
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