Panne auf der Strecke Straßburg-Paris
Superschnellzug kam zu spät

Etwa 200 Gäste hatte die französische Eisenbahn SNCF am Mittwoch zur Testfahrt ihres neuen Superschnellzuges zwischen Straßburg und Paris geladen. Medienvertreter, Regionalpolitiker und Geschäftsleute sollten sich von der Technologie und der Pünktlichkeit überzeugen. Eine Panne machte jedoch einen Strich durch die Rechnung.

HB STRASSBURG/PARIS. Auf dem lothringischen TGV-Bahnhof zwischen Nancy und Metz mitten im freien Feld gab es eine Zwangspause. Wegen eines Schadens in der Zugmaschine musste der komplette Zug mit acht Waggons ausgetauscht werden. Zur Überbrückung der Wartezeit wurde den Reisenden auf dem Bahnsteig roséfarbener Champagner in Plastikkelchen serviert.

Weiter ging es mit den versprochenen 320 Stundenkilometern. Doch bis zur Ankunft in Paris waren statt zwei Stunden und 20 Minuten fast viereinhalb Stunden vergangen - länger als die Fahrt mit einem herkömmlichen Schnellzug dauert.

Da ein Problem meistens ein weiteres nach sich zieht, verzögerte sich auch die Rückfahrt nach Straßburg. An Bord musste ein Mittagsessen improvisiert werden, weil der geplante Restaurantbesuch aus Zeitmangel ins Wasser fiel. Stattdessen gab es die bekannten SNCF-Schnitten mit Schinken und Käse.

Die Gäste ließen sich die gute Laune nicht verderben, ebenso wenig wie das Personal: „Die Arbeit im TGV ist sehr viel angenehmer als in den alten Zügen, man wird nicht so hin- und hergeworfen“, sagt Zugkellner Djamel.

Die Medienvertreter konnten in der ersten Klasse problemlos ihre Laptops benutzen. Jeder Platz hat einen Stromstecker. Die Sitze, vom Mode-Designer Christian Lacroix gestaltet, sind in dezent grau oder knallgrün gehalten, in der zweiten Klasse rot und lila. Dort ist der Platz für lange Beine etwas knapp bemessen, „aber besser als der in der Economy-Klasse so mancher Fluggesellschaft“, wie ein französischer Geschäftsmann meinte.

Seite 1:

Superschnellzug kam zu spät

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%