Preise für Flugtickets
Falsche Lockangebote für Airlines künftig tabu

Fluggäste in der Europäischen Union müssen in Zukunft genauer über die „echten“ Preise für Flugtickets informiert werden. Dadurch soll auch in Deutschland die Praxis falscher Lockangebote und missverständlicher Auskünfte eingedämmt werden.

HB STASSBURG. Das Europaparlament stimmte am Mittwoch in Straßburg mit deutlicher Mehrheit für einen entsprechenden Gesetzesentwurf. Passagiere sollen bereits bei der Buchung, auch per Internet, über die tatsächlichen Preise und anfallenden Kosten wie Steuern, Flughafen- oder Buchungsgebühren informiert werden.

Vor allem Billigflieger werben oftmals mit einem äußerst günstigen Nettopreis. In Wirklichkeit kommen danach aber zahlreiche Aufschläge hinzu - beispielsweise der Kerosinzuschlag auf Grund der hohen Ölpreise -, die im Ticketendpreis um ein Vielfaches zu Buche schlagen. Nach Darstellung von Branchenbeobachtern zielt der Vorschlag vor allem auf Ryanair und Easyjet, die Nummer eins und Nummer zwei auf dem europäischen Billigfliegermarkt.

Verboten werden soll auch die Praxis mancher Fluggesellschaften, Passagieren je nach Wohnsitz in der EU unterschiedliche Preise für den gleichen Flug zu berechnen. In dem Entwurf heißt es auch, dass die Preise nur die Kosten enthalten dürfen, die den Unternehmen auch selbst entstehen. „Mit diesem Beschluss schaffen wir endgültig Klarheit und ein hohes Maß an Verbraucherschutz“, sagte der SPD- Europaabgeordnete Ulrich Stockmann.

Da zwischen Parlament, EU-Kommission und den EU-Regierungen weitgehend Einigkeit über den Entwurf besteht, kann er voraussichtlich bis zum Ende dieses Jahres in Kraft treten.

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