Protest auf Konzert
Steuersünder-Aktion bringt U2 in Bedrängnis

U2 macht gerne als Band mit sozialem Gewissen von sich reden - doch jetzt musste die Gruppe um Frontmann Bono auf einem Konzert deutliche Kritik einstecken. Die Polizei musste einschreiten.
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LondonEr tritt als Aktivist für soziale Gerechtigkeit ein - jetzt wurde Sänger Bono mit seiner Band U2 bei einem Konzert als Steuersünder bezeichnet. Während des U2-Auftritts beim legendären englischen Musikfestival Glastonbury am Freitagabend tauchte im Publikum ein sechs Meter hoher, beleuchteter Ballon auf. Auf ihm stand zu lesen: „U Pay Your Tax 2“ („Ihr habt Eure Steuern auch zu zahlen“).

Der Vorfall war die Aktion einer Gruppe, die gegen staatliche Kürzungen im Kulturbereich protestiert. Mit dem Schriftzug wurde die Band aufgefordert, ihre Steuern im wirtschaftlich strauchelnden Irland zu zahlen - und nicht in andere Länder auszuweichen. Sicherheitskräfte entfernten den Ballon umgehend. Rund 30 Demonstranten lieferten sich kurzzeitig eine Auseinandersetzung mit der Polizei, es wurde aber niemand verhaftet.

U2-Manager Paul McGuinness verteidigte die Band gegen die Vorwürfe, wie der britische Sender BBC berichtete. Sie erfülle die Anforderungen des irischen Steuersystems vollständig. U2 sei „ein globales Unternehmen und zahlt seine Steuern global“.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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