Regelung ab 2009
Höhere Entschädigungen für Bahnkunden

Bahnkunden sollen künftig ab 60 Minuten Verspätung im Fernverkehr 25 Prozent des Fahrpreises erstattet bekommen. Auf diese bereits von der EU beschlossene Regelung verständigten sich am Donnerstag die Rechtspolitiker der Koalition.

HB BERLIN. Die Union konnte sich nicht mit ihrer Forderung durchsetzen, dass Fahrgäste schon ab 30 Minuten Verspätung ein Viertel des Fahrpreises zurückbekommen. Auch bleibt es dabei, dass erst bei zwei Stunden Verspätung die Bahn 50 Prozent des Ticketpreises auszahlen muss. Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) hatte über die EU-Regelung hinausgehende Entschädigungen abgelehnt. Aktuell erstattet die Bahn im Fernverkehr bei einer Stunde Verspätung 20 Prozent des Fahrpreises in Gutscheinen.

Die EU-Verordnung soll Ende 2009 in Kraft treten. Die Koalition aber sei sich einig, die fahrgastfreundlichen Regeln in Deutschland schon deutlich früher anzuwenden, teilte der rechtspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jürgen Gehb (CDU), mit. Auch im Nahverkehr werde es Verbesserungen geben. Verspätet sich ein Nahverkehrszug um mindestens 20 Minuten, darf auf einen schnelleren Fernverkehrszug umgestiegen werden. Droht eine Verspätung von mindestens 60 Minuten in der Nacht, kann der Bahnkunde sich auf Kosten der Bahn ein Taxi nehmen.

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