Regelung gilt für Linien- und Charterflüge
Airlines müssen „Sitzenbleiber" entschädigen

Die Überbuchung ihrer Flüge kommt europäische Fluggesellschaften in Zukunft teurer: Flugpassagiere in der EU können in Zukunft bis zu 600 Euro Schadenersatz verlangen, wenn sie trotz gültigen Tickets keinen Platz in der Maschine erhalten.

HB BRÜSSEL. Darauf verständigten im Vermittlungsausschuss Vertreter des Europäischen Parlaments und des Ministerrats am Mittwoch in Brüssel. Galt das bisher nur für Linienflüge, haben nun auch Passagiere von Charterflügen ein Recht auf Entschädigung.

Die Zahlungen sind gestaffelt nach der Länge der Flugroute: bis 1500 Kilometer gibt es 250 €, bis 3500 Kilometer 400 € und darüber hinaus 600 €. Nach grundsätzlicher Zustimmung durch Rat und Parlament mussten im Vermittlungsausschuss noch technische Fragen geklärt werden.

Nach Angaben der Kommission weisen Fluggesellschaften jährlich etwa eine Viertelmillion Passagiere trotz gültiger Tickets zurück. Die neuen Regeln ersetzen Vorschriften von 1991, die Charterflüge sowie Annullierungen und große Verspätungen nicht berücksichtigten.

Bei großen Verspätungen müssen die Fluggesellschaft ihren Kunden entgegenkommen. Sollte ein Flug mehr als fünf Stunden verspätet sein, kann der Passagier einen Rückzahlung des Ticketpreises binnen sieben Tagen oder einen Rückflug zum Ausgangspunkt seiner Reise zum schnellst möglichen Zeitpunkt verlangen. Den Fluggästen stehen zudem freie Mahlzeiten, Erfrischungen und gegebenenfalls eine Unterbringung im Hotel zu.

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