Reisen zu sozialen Projekten
„Das Herz füllen“

Immer mehr Pateneltern reisen zu ihren Kindern in die dritte Welt. Das stärkt nicht nur die persönliche Beziehung zwischen Geldgeber und -empfänger. Immer mehr Reiseveranstalter spezialisieren sich auf diese Art des Tourismus.

Hari ist aufgeregt. Seine Mutter zwingt ihn, seine beste Hose und trotz der Hitze das weiße Baumwollhemd mit den langen Ärmeln anzuziehen, noch einmal sein schwarzes Haar zu kämmen.

Der Besuch seines weißen Patenonkels aus Madrid ist für den achtjährigen Inder ein Großereignis. Das gesamte 50-Seelen Dorf im Süden Indiens hat seit Wochen auf diesen Moment gewartet.

Patenonkel Javier Bernat ist einer der rund 120 000 Menschen, die in der unterentwickelten ländlichen Region Anantapur die symbolische Patenschaft für ein Kind übernommen haben. Die Gegend ist vier Stunden Autofahrt von der hoch entwickelten Dienstleistungsstadt Bangalore entfernt.

Patenschaften sind die populärste Form der Entwicklungshilfe. Auch bei der Flutkatastrophe in Südostasien werden sie nach Meinung von Hilfsorganisationen wie Plan International Deutschland langfristig das solideste Standbein darstellen.

In Indien reichen monatlich 18 Euro, damit ein Kind medizinische Grundversorgung erhält und in eine der von der Vicente-Ferrer-Stiftung gebauten Schulen gehen kann.

Zwei Millionen Menschen hat der inzwischen 84-jährige Spanier Ferrer in den vergangenen 35 Jahren in dieser sehr trockenen Region das Überleben gesichert.

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