Reisetipp: Färöer: Meerblick mit Kartoffelspeise

Reisetipp: Färöer
Meerblick mit Kartoffelspeise

Das Wetter ist sehr wechselhaft" - so steht?s in allen Reiseführern: Und das trifft auch fast immer für alle zu, die auf Vágar landen. So waren bei unserem Landeanflug die Inseln noch in ein dichtes Wolkenmeer gehüllt. Aber beim Verlassen der Maschine strahlte die Sonne vom stahlblauen Himmel - ein Zustand, der sich nach raschem Hinsehen allerdings schon wieder verändern sollte.

HB TÓRSHAVN. Wer mit dem Flugzeug auf die Färöer reist, landet auf dem Flughafen von Vágar. Es gibt nur eine Hauptverkehrsstraße auf der Insel, und die führt von Bøur bis nach Oyrargjógv. Von Bøur sind schöne Wanderungen zu unternehmen, zum Beispiel nach Gásadalur, den einzigen Ort auf den Färöer ohne Straßenanbindung. Etwa zwanzig Menschen fristen hier ein einsames Leben und warten darauf, dass der lang geplante Straßenanschluss eines Tages Realität wird.

Die Straße nach Oyrargjógv führt vorbei am größten Binnensee der Färöer und über einen 220 Meter hohen Pass. Mit dem Erreichen der unbesiedelten Ostküste schaut man auf Streymoy, eine der beiden Hauptinseln. Bis nach Tórshavn, der kleinsten nordischen Hauptstadt, sind es gerade mal 38 Kilometer. Aber die Entfernungen auf den Inseln sind ohnehin überschaubar.

In der Metropole leben heute etwa 16 000 Menschen. Niedrig und schmal drängen sich die alten Holzhäuser aus dem 18. Jahrhundert zusammen. Sie prägen das Bild der Altstadt, und von einigen Stellen eröffnen sich schöne Ausblicke über den Ost- und Westhafen und die Stadt. Einige Büros der Regierung sind in Häusern untergebracht, die in Braun gehalten und im Blockhausstil errichtet sind.

Viele Häuser wurden aus Stein und Treibholz in Harmonie mit ihrer Umgebung erbaut. Die Steinwände stemmen sich in die Himmelsrichtung, aus der der Wind am stärksten weht. Viele Häuser haben ein Grasdach - besonders die Altstadt Tórshavn ist ein Beispiel für diesen einzigartigen, anspruchslosen Baustil.

Die im Jahre 1788 errichtete Havnar Kirkja (Hafenkirche) besticht nicht nur durch ihre großzügige Inneneinrichtung mit Kronleuchtern, Orgel und einem Kruzifix, sondern auch durch ihre Größe. Im 18. Jahrhundert waren die Kirchenbauten eher spartanischer eingerichtet und dazu noch viel kleiner.

Wer durch den Osthafen spaziert, darf sich auf den Blick auf die bunten Häuser der Altstadt freuen, wo sich auch die Reste einer alten Festung befinden. Heute werden sie im Sommer oftmals als Freilichtbühne für Musikveranstaltungen genutzt. Im Zweiten Weltkrieg diente die Festung als Hauptquartier der englischen Besatzungstruppen.

Dort, wo die Straße im Süden der Insel endet, treffen wir auf einen Bauernhof aus dem 11. Jahrhundert, um dessen Entstehung sich allerlei Sagen ranken. Bis 1536 war der Hof Bischofssitz und damit das geistige Zentrum der Insel. Heute gibt es noch drei mittelalterliche Gebäude in Kirkjubøur: eine Pfarrkirche, die Ruine des Doms und das immer noch bewohnte Bauernhaus.

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