Reizgas aus der Klimaanlage: Mehrere Verletzte am Hamburger Flughafen

Reizgas aus der Klimaanlage
Mehrere Verletzte am Hamburger Flughafen

Reizgas aus der Klimaanlage sorgt für eine Sperrung des Hamburger Flughafens. Mehrere Flüge fielen aus. Zahlreiche Menschen klagen über Atemwegsreizungen, einige mussten sogar ins Krankenhaus eingeliefert werden.

HamburgDer Hamburger Flughafen ist am Sonntag wegen austretenden Pfeffersprays geräumt und eine lang Stunde gesperrt worden. Die Kartusche mit dem Reizstoff sei in einem Müllbehälter vor der Sicherheitskontrolle gefunden worden, sagte ein Sprecher der Polizei. Offenbar habe ein Passagier das Spray in den Müll geworfen, bevor er die Schleuse passiert habe. Im Müllbehälter habe sich die Dose dann entleert. Rund 50 Reisende und Flughafenbedienstete erlitten Augenreizungen und Atembeschwerden. Feuerwehr und Rettungskräfte waren im Großeinsatz.

Pfefferspray darf ebenso wie Flüssigkeiten ab einer bestimmten Menge oder Messer ab einer bestimmten Größe nicht mit an Bord genommen werden. Der Besitzer des Pfeffersprays sei nicht bekannt, sagte der Polizeisprecher.

Nach Angaben der Bundespolizei wurde das Gebäude um 12.32 Uhr geräumt. Da die Reisenden teils nur mit einem Hemd und dünnen Hosen bekleidet in der Kälte ausgeharrt hätten, habe man um 13.20 Uhr die Menschen in die Terminals zurückgelassen. Der Flugverkehr wurde um 13.45 Uhr wieder aufgenommen. Am Sonntag waren nach Flughafenangaben 334 Flüge geplant. Wie viele Flüge von der Sperrung betroffen waren, konnte die Sprecherin zunächst nicht sagen.

Dem Flugdatenportal flightradar24.com zufolge wurden mehrere Maschinen auf nahe gelegene Flughäfen umgeleitet, etwa nach Hannover oder Münster/Osnabrück. Demnach flog eine Maschine der Lufthansa -Tochter Swiss zum Ausgangsort Zürich zurück.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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