Richtig laufen
„Wow! So schnell war ich seit 30 Jahren nicht mehr!“

Gelenke schonen, Spaß haben und sogar locker schneller laufen? Coach Larissa Kleinmann erklärte es auf dem Gesundheitstag des Handelsblatt. Redakteur Thomas Schmitt testete die Lauf-Tipps und ist überzeugt: Das geht!
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DüsseldorfLaufen fällt mir leicht, und es macht mir Spaß. Im Schulsport und beim Fußball war ich immer einer der Schnellsten. Mit 16 bin ich einen Kilometer unter drei Minuten gelaufen, ohne gezieltes Training. Da passte alles zusammen, ich habe wahrscheinlich intuitiv viel richtig gemacht. Dass ich mit über 50 nun langsamer werde, liegt wohl am Alter, so dachte ich.

Stimmt aber nicht. Das wurde mir klar durch ein Seminar mit Larissa Kleinmann (Flugphase.ch) auf dem Gesundheitstag des Handelsblatt. Ich bin langsamer geworden, weil ich nicht mehr richtig gelaufen bin und meine Technik verändert habe. Gesprintet bin ich früher immer auf dem Vorderfuß, doch 10 Kilometer so zu rennen, das traute ich mich nach einigen Wadenverletzungen nicht mehr.

Nun möchte ich genau da wieder hin. Larissa Kleinmann hat mich auf dem Gesundheitstag des Handelsblatt darin bestärkt. Mit der Ferse beim Laufen aufzusetzen, vermeide ich ab sofort. Denn das verursacht im Zweifel über kurz oder lang Probleme in den Knien, den Hüften und im Rücken. Stattdessen setze ich vorne auf und lasse die Ferse absacken.

Sechs Kilometer schaffe ich schon in diesem Stil. Doch ich muss vorsichtig sein, weil der gelenkschonendere Laufstil die Waden stärker belastet. Die sind das nicht gewohnt, weil sie beim Aufsetzen auf der Ferse (mit gepolsterten Schuhen) wenig arbeiten. Doch da ich bereits ein halbes Jahr Fuß- und Wadenmuskulatur gestärkt habe, fällt mir die Umstellung nicht so schwer.

Anders aufzusetzen, ist allerdings nur ein Bestandteil eines Laufstils, den Larissa Kleinmann „Fliegen“ nennt. Dazu gehören auch kurze Schritte, eine etwas schräge Laufhaltung, Beine zum Po und ein kräftiger Abdruck. Alle Elemente zusammen zu trainieren, fällt mir am Anfang schwer – da macht der Kopf nicht mit. Deshalb denke ich bewusst immer nur an ein oder zwei Elemente.

Selbst so ist der Effekt sofort spürbar. Plötzlich laufe ich ohne großen Energieaufwand fünf Minuten auf einen Kilometer. Das war bisher nahe an meiner Obergrenze. Und selbst 4,30 Minuten, die bisher weit weg schienen, sind nun im flotten Dauerlauftempo drin, ohne dass ich hinterher sonderlich außer Atem wäre. Das ist extrem erstaunlich.

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„Das ist krass schnell.... Respekt!!!“

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Drei Tage Muskelkater legten mich lahm

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