Rüsten für den Schneesturm
Deutschland zittert vor der stürmischen „Petra“

Deutschland erlebt die Ruhe vor dem Sturm und rüstet sich für heftige Schneefälle und Schneeverwehungen. Sturmtief „Petra“ lässt das Land zittern – vor noch mehr Autobahnchaos als es in der Nacht bereits im Osten herrschte, vor Bahn- und Flugausfällen. Und so mancher Kommune geht bereits das Streusalz aus.
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HB BERLIN. Fast überall in Deutschland müssen sich die Menschen heute wieder auf heftige Schneefälle, Verwehungen und die damit verbundenen Verkehrsprobleme einstellen. Die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes haben Unwetterwarnungen für nahezu alle Landesteile ausgegeben: Das Tief „Petra“ soll Unwetter mit massivem Schneefall bringen, insbesondere über Nordrhein-Westfalen und den nördlichen Teil Deutschlands.

In ganz Schleswig-Holstein und Teilen Niedersachsens und Sachsens bleiben an diesem Donnerstag die Schulen in Erwartung des Sturmtiefs vorsorglich geschlossen, Airports bereiten sich auf die zeitweise Einstellung des Flugverkehrs vor. Am Flughafen Düsseldorf etwa stehen extra 25 Sattelschlepper bereit, um die möglichen Schneemassen abtransportieren zu können. Zudem wurden 200 Notbetten geordert, um strandenden Reisenden Übernachtungsmöglichkeiten bieten zu können. Auch für die Verpflegung wird gesorgt. Die Winterdienste stellen sich auf Schwerstarbeit ein.

Während auf ostdeutschen Autobahnen hunderte Lastwagen schon in der Nacht im Schnee festsaßen, hielten sich die Verkehrsprobleme anderenorts aber noch in Grenzen. Das Winterwetter hatte bereits am Mittwoch auf einigen Autobahnen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu kompletten Sperrungen geführt. Wer konnte, steuerte einen Parkplatz an. Vielen Lastwagenfahrern blieb aber wegen Überfüllung der Rastplätze keine andere Wahl, als ihre Fahrzeuge auf den Standstreifen der Autobahn zu parken. Alleine auf der Autobahn neun bei Halle waren es 200 Laster. Auch auf der A4 bei Chemnitz und der A17 bei Dresden steckten die Brummis fest. Die A17 war am Morgen schon mehr als 24 Stunden gesperrt. Einige hundert Lastwagen waren bis zu 1,50 Meter hoch eingeschneit.

Im Westen war man vom Chaos noch weit entfernt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte für den Morgen zwar Unwetter in Form von Schnee, Glätte und Verwehungen vorausgesagt. Die Nacht verlief aber in Nordrhein-Westfalen ohne größere Zwischenfälle. „Es ist die Ruhe vor dem Sturm“, sagte ein Sprecher der Polizei in Recklinghausen. Der strenge Frost und die Kälte machten sich aber schon bemerkbar: In Bielefeld gab es zwei Unfälle mit zwei Schwerverletzten. Ein Sprecher aus Köln appellierte an die Autofahrer: „Die, die nicht unbedingt fahren müssen, sollen zu Hause bleiben.“

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