Schöner Golfen
Putten, bis der Bison brüllt

Mitten in einem Nationalpark und in Ostseenähe liegt der "Amber Baltic Golf Club" - einer der schönsten Plätze Polens.

So richtig schön ist er natürlich erst im Sommer, der Golfplatz des "Amber Baltic Golf Clubs" auf der Insel Wollin (Wolin). Wir stellen uns den Duft von Kiefernholz vor, den Gesang von Lerchen, hin und wieder Freudenschreie von der Driving Range, vielleicht aber auch kernige Flüche oder ein Gläserklirren vom Clubhaus her.

Die leicht hügelige Moränenlandschaft trägt zur Faszination der Platzarchitektur auf ganz natürliche Weise bei. Und sie macht den Kurs an der polnischen Ostseeküste ganz in der Nähe der deutschen Grenze, über die allerdings nur Fußgänger kommen können, zu einem beliebten Trainings- und Turnierparcours für Mitglieder und Gäste aus ganz Europa.

Aber es gibt halt Zeiten, da soll?s nicht sein. Mitte März war einer dieser allzu frühen Tage, wo sich alles gegen das Golfen verschworen hatte, hier in Kolczewo (Kolzow), das mit dem Auto zu erreichen ist über Stettin (Szczecin), das nur 130 Kilometer Autobahn von Berlin entfernt ist.

Im Pulverschnee zerstoben mithin alle Pläne, an diesem Wochenende ein erstes Spielchen zu starten. Und so starteten wir zu einem wunderschönen Spaziergang über den Parcours, wo im Schnee nur nummerierte rote Fähnchen daran erinnerten, dass wir über einen 18-Loch-Platz stapften. An Spuren entlang, die von Wild gedrückt waren, von Wildgänsen vielleicht. Selbst in der Kälte, den alles weiß machenden Schnee vor Augen, zeigte sich die Schönheit der Golfanlage des "Amber Baltic Golf Clubs".

Er ist unmittelbar am Rand des Städtchens Kolczewo auf der Insel Wolin (Wollin) gelegen, unweit des Badeortes Miedzyzdroje (Misdroy). Von der Ostseeküste trennt den Golfplatz der Wolinski Nationalpark, dessen Steilküsten bis zu 90 Meter aufragen.

Die Driving Range, heute verwaist wie eine verlassene Schneehütte in Alaska, sie liegt auf einer Anhöhe vor dem ansehnlichen Clubhaus, dessen Stützstreben wie Fühler in den Schnee zu greifen scheinen. Die elektrische Schuhbürste vor dem Clubeingang ist in der Mitte fast abgewetzt - Beweis für einen regen Golfbetrieb, jedenfalls zu schneefreieren Zeiten.

Wer in der überdachten Driving Range zwischen den Übungsschlägen noch Zeit hat, der könnte rechts über den Kiefernspitzen den Turm des Kirchleins zu Kolczewo sehen, oder geradeaus auf die Ausläufer des Nationalparks. Manchmal, sagt unser Begleiter Sylwester, könne man bis hierher das Brüllen der Auerochsen hören. Die leben in einem Wildreservat ganz in der Nähe. Muss markerschütternd klingen, wenn das Einputten vom Brüllen eines Bisons kommentiert wird ...

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