Schweiz
Fels über Gotthardautobahn gesprengt

Über der Gotthardautobahn in der Schweiz sind 5500 Kubikmeter absturzgefährdeter Fels gesprengt worden. Die viel befahrene Nord-Süd-Verbindung soll Ende Juni wieder befahrbar sein.

HB GURTNELLE. Die Explosion mit 1,5 Tonnen Sprengstoff wurde bei gutem Wetter wie vorgesehen um 11 Uhr ausgelöst. Nach der Detonation donnerte das Gestein in einer Staubwolke ins Tal. Zahlreiche Schaulustigen beobachteten das Spektakel.

Nach ersten Einschätzungen von Experten verlief alles nach Plan. Die Autobahn ist gesperrt, nachdem am 31. Mai bei einem Felssturz ein deutsches Ehepaar ins einem Auto getötet worden war. Danach kam es zu einem weiteren Felssturz, so dass sich die Behörden zur Sprengung entschlossen.

Die Behörden des Kantons Uri wollten etwa zwei Stunden nach der Sprengung eine erste Bilanz ziehen. Die Autobahn A2 dürfte aber in jedem Fall noch mehrere Tage gesperrt bleiben. Die mit der Sprengung beauftragte Firma Gasser Felstechnik hatte in den vergangenen drei Wochen auf rund 1 400 Metern über dem Meeresspiegel 88 Bohrlöcher in den labilen Fels gebohrt und diese mit eineinhalb Tonnen Sprengstoff gefüllt.

Die im Ferienreiseverkehr von gut 40 000 Fahrzeugen pro Tag benutzte Nord-Süd-Achse ist seit dem frühen Morgen des 31. Mai gesperrt. Damals donnerten mehrere tausend Kubikmeter Fels ins Tal. Riesige Blöcke stürzten auf die Autobahn und töteten ein deutsches Ehepaar in seinem Personenwagen. Seither gibt es vor allem für den Schwerverkehr große Probleme.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%