Seriöse Massagestudios werden mit erotischen Angeborten verwechselt
Yoga für Faule

Die Wellness-Welle treibt immer neue Blüten. Mit heißen Steinen und „Thai-Spa“ sollen Gestresste wieder fit werden.

Es duftet nach Sandelholz, aus den Lautsprechern säuselt chinesische Meditationsmusik. An den ockergelb getünchten Wänden hängen gerahmte Zertifikate aus dem Kloster Wat Po in Bangkok.

Doch die Angestellten tragen keine Hot Pants, sondern gelbe Polo-Shirts zu komfortablen Trainingshosen. Hier geht es seriös zu, soll uns das sagen. „Am Anfang wurden wir oft missverstanden“, sagt Jörg Bremer, Geschäftsführer des Massagestudios.

Das war vor eineinhalb Jahren. Damals fand sich unter den rund 200 thailändischen Massagestudios in Berlin tatsächlich kaum eine Hand voll, die nicht mit Erotischem aufwarteten. Doch tatsächlich behält der seriöse Kunde in Thailand seine Kleidung an oder bekommt eine Art Schlafanzug gereicht.

„Die Thailänder fassen ungern die Haut von Fremden an“, erklärt Bremer. Die Schlafanzüge kämen in Deutschland jedoch nicht so gut an. Auch sei die Behandlung ohne die Bekleidung viel intensiver, weil sie mit Öl praktiziert werden kann.

Heute hoffen vor allem müde Manager, abgehetzte Rechtsanwälte und ausgelaugte Künstler, ein wenig Entspannung und Energie zu finden. Ob zur Stressbewältigung, zum Rückentraining oder für das allgemeine Wohlbefinden – Anwendungen aus fernen Kulturen sind populär wie nie: „Lomi-Lomi“ – so heißt etwa eine sanfte Massage aus Hawaii, bei der sich der Massierende an den fließenden Bewegungen des Hula-Tanzes orientiert.

Bei der „Lumur“-Behandlung aus Java wird mit asiatischen Kräutern, Gewürzen, Blumen und Joghurt gearbeitet, was die Haut neutralisieren und stärken soll. Die „La-Stone-Energiemassage“ setzt auf die Wirkung von heißen und kalten Lava-Steinen, die, an bestimmten Punkten auf den Körper platziert, den Kreislauf ankurbeln und gleichzeitig die Muskulatur lockern.

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